Saarland spricht sich für Zuckersteuer aus

Das Saarland spricht sich für die Einführung einer Abgabe auf stark zuckerhaltige Lebensmittel aus. Ziel sei es nicht, zusätzliche Einnahmen zu erzielen, sondern den Konsum sogenannter freier Zucker zu reduzieren.

„Eine ‚Zuckersteuer‘ dient nicht der Erhöhung staatlicher Einnahmen, sondern der Reduktion von vermeidbaren Mengen sogenannter freier Zucker in Lebensmitteln“, heißt es in der Stellungnahme. Gleichzeitig solle wissenschaftlich begleitet werden, in welchem Umfang alternative Süßstoffe eingesetzt werden.

Als Beispiel wird auf Erfahrungen im Ausland verwiesen. „Die Einführung einer Zuckersteuer in Großbritannien hat deutlich gezeigt, dass ein solches Instrument den Einsatz freier Zucker begrenzen kann.“ Freiwillige Selbstverpflichtungen der Lebensmittelindustrie hätten hingegen bislang nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.

Das Saarland habe sich bereits auf Bundesebene dafür eingesetzt, die sogenannten Ernährungsumgebungen zu verbessern. Ziel sei es, dass Lebensmittel „insbesondere nicht aus wirtschaftlichen Gründen die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen“.

Zugleich betont die Landespolitik, dass eine einzelne Maßnahme nicht ausreiche. „Es ist immer ein Mix aus verschiedenen verhaltens- und verhältnispräventiven Ansätzen“, wird erklärt. Daher liege ein besonderer Fokus auf Prävention – vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Im Mittelpunkt stehen Programme in Kindertagesstätten und Schulen. Dort sollen frühzeitig gesunde Ernährungsgewohnheiten gefördert werden. „Mit dem Ziel, ein faires Ernährungsumfeld für Kinder und Jugendliche zu schaffen“, arbeite man eng mit lokalen Partnern zusammen und setze auf gemeinsame Projekte.

Langfristig gehe es darum, das Bewusstsein zu stärken, „damit ‚ungesunde‘ Gewohnheiten erst gar nicht entstehen“.

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