SV Victoria St. Wendel kritisiert Anfeindungen

Der SV Victoria St. Wendel hat sich mit einer ausführlichen Stellungnahme zu wiederholten Anfeindungen im Amateurfußball geäußert und dabei klare Grenzen gezogen. Der Verein spricht auf facebook von Entwicklungen, die „weit über das hinausgehen, was im sportlichen Wettbewerb hinnehmbar ist“.

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Konkret nennt der Club eine Reihe von verbalen Entgleisungen, die in jüngerer Zeit gefallen sein sollen. Aussagen wie „Geht ihnen auf die Knochen, den Söldnern“, „Assis aus St. Wendel“ oder „Auch die Schiris sind bezahlt“ seien Beispiele für einen Umgangston, der nichts mehr mit Fairness zu tun habe. Besonders deutlich wird der Verein bei Aussagen wie „Blutgrätsche, damit sie ihr Geld auch verdient haben“ – diese überschritten „jede Grenze des respektvollen Umgangs“.

Der Verein betont, dass Kritik und Rivalität zum Fußball dazugehören. „Man kann unseren Verein mögen oder nicht mögen. Man kann sportlich konkurrieren, anderer Meinung sein oder Kritik äußern – all das gehört zum Fußball dazu“, heißt es. Gleichzeitig stellt der Club klar: „Wer zu Hass, Verunglimpfung und Gewaltfantasien greift, hat den eigentlichen Gedanken des Sports längst verloren.“

Als besonders problematisch bewertet Victoria, dass entsprechende Äußerungen nicht nur von Zuschauern stammen sollen. „Besonders bedenklich ist, dass sich nicht nur einzelne Zuschauer zu solchen Aussagen hinreißen lassen, sondern vereinzelt auch Äußerungen aus dem Umfeld gegnerischer Offizieller gefallen sind“, so der Verein.

Trotz dieser Entwicklungen habe man sich bewusst gegen eine öffentliche Eskalation entschieden. „Wir haben diese Vorfälle weder breit thematisiert noch dem Verband gemeldet – nicht aus Schwäche, sondern aus Überzeugung, Ruhe zu bewahren“, heißt es weiter. Die Antwort habe man bislang „auf dem Platz, mit Leistung, Zusammenhalt und sportlichem Erfolg“ gegeben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Stellungnahme ist die Kritik am häufig verwendeten Begriff der „Söldnertruppe“. Diese Darstellung sei „nicht nur verkürzt, sondern auch bewusst irreführend“. Zwar räumt der Verein ein, dass vereinzelt Spieler bezahlt werden, betont jedoch: „Das ist im heutigen Amateurfußball weder ungewöhnlich noch verwerflich, sondern legitim und im Rahmen der Regularien vollkommen vertretbar.“

Gleichzeitig hebt der Club seine Transparenz hervor: „Wir stehen offen dazu. Wir verstecken nichts, wir arbeiten transparent und verzichten bewusst auf die vielerorts praktizierte Kuvert-Politik.“ Wer diese Offenheit kritisiere, „misst mit zweierlei Maß“.

Der Verein stellt zudem klar, dass hinter der Mannschaft mehr als nur finanzielle Aspekte stehen. „Unser Verein besteht nicht aus ‚Söldnern‘, sondern aus Persönlichkeiten – aus Spielern, Trainern, Ehrenamtlichen und Unterstützern, die sich mit dem Projekt identifizieren“, heißt es. Zusammenhalt und Vereinsgeist seien „gelebte Realität“.

Abschließend formuliert der SV Victoria einen klaren Appell: „Wir wünschen uns lediglich das, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Vernunft, Respekt und einen anständigen Umgang miteinander.“ Rivalität belebe den Fußball – „Verrohung zerstört ihn“.

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