26. Mundartsymposium in der Bosener Mühle

St. Wendel. Der Landkreis St. Wendel und SR 3 veranstalten das 26. Mundartsymposium in der Bosener Mühle: Vier Mundartautoren/Liedermacher aus vier verschiedenen Sprachregionen werden vom 2. bis 5. Mai in die Bosener Mühle kommen und dort gemeinsam wohnen, essen, trinken, wandern und natürlich auch dichten und musizieren.

Aus Santa Maria do Herval in Rio Grande do Sul (Südbrasilien) kommt die Autorin Solange Hamester Johann. In ihrer Heimat sprechen 3 Millionen Menschen noch heute „Hunsrigg Plat Taytx“ (Hunsrigg Plattdeitsch). Johann setzt sich für den Erhalt dieser Sprache ein und hat hierfür das Projekt „Hunrigg Plat Taytx“ gegründet. Durch diese Projektarbeit gibt es in Zeitungen ganze Seiten auf Hunsrigg Plat Taytx oder kurze Beiträge im Radio. In Schulen sorgt Johann dafür, dass die Sprache gelernt wird. Sie hat etliche Texte veröffentlicht, Bücher geschrieben und auch in ihre Sprache übersetzt.

 

Elvis Stengel Ist eigentlich Bauer, doch sein Herz schlägt für die Literatur. 1959 in Sarre-Union (Bas-Rhin) geboren, arbeitet er heute als Geschäftsführer eines landwirtschaftlichen Betriebes, der sich auf die Produktion von Bioprodukten spezialisiert hat. Stengel wohnt in Vibersviller im Département Mosel. Begleitet von seiner Tochter Céline ist er auf diversen Festivals unterwegs, singt und rezitiert seine Texte, aber auch die der großen Vorbilder wie Brel oder Reinhard Mey. Im Mai wird sein drittes Album erscheinen, nur mit Liedern in „Ditsch“ – so heißt seine Mundart.

Jean Pierre Schlagg ist ein elsässisches Liedermacher, Sänger und Schauspieler. Seit 1972 ist er in der Mundartszene unterwegs, für seine eigenen Lieder erhielt er bereits zahlreiche Preise, als Schauspieler stand er nicht nur in Frankreich , sondern auch in Deutschland auf Theaterbühnen und war in Fernsehproduktionen wie „Tatort“ oder „Schimanski“ zu sehen. Mit seiner Band „Schlagg un the six packs“ macht er Countrymusik auf elsässisch und singt Lieder von Johnny Hallyday bis Eddie Mitchell mit elsässischen Texten.

 

Es hat viele Jahrzehnte gedauert, bis Johannes Lapré sein erstes eigenes Album veröffentlichen konnte. Seine Entscheidung, mit fünfundzwanzig eine Karriere als Betriebs- und Marktwirtschaftler zu starten, hatte damals die Fortsetzung einer musikalischen Karriere ausgeschlossen. Jetzt aber, da er seine berufliche Karriere beendet hat, ist er als Sänger und Liedermacher unterwegs. Sein erstes Album hatte er in hochdeutscher, das zweite in englischer Sprache geschrieben. Das erste Mundartalbum „SAAR-PÄLZISCH“ wurde im Juni 2017 veröffentlicht. Neue Songs schreibt er jetzt in saarpfälzischer Mundart und bereitet zusammen mit seinem Musikpartner Laurent Kremer sein neues Bühnenprogramm als „De Saar-Pfälzer“ vor.

SR 3 Reporterin Susanne Wachs berichtet täglich in den Sendungen „Guten Morgen“, „Bunte Funkminuten“ und „SR3 Kiosk“ über die Aktivitäten der Teilnehmer.

Am Freitag, 4. Mai, sind die Teilnehmer ab 20:04 Uhr Studiogäste auf SR3 Saarlandwelle. Die Abschlussveranstaltung der Symposiums-Teilnehmer ist am Samstag, 5. Mai, 19:30 Uhr, in der Bosener Mühle statt. Der Eintritt ist frei.

Fotos: Pasquale D‘Angiolillo, Jean M. Laffitau

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