150 Ausbildungsplätze im Kreis St. Wendel warten noch auf Bewerber

Als fitter und engagierter Azubi einen Schritt nach vorne machen: Jugendliche haben die Chance auf ein Azubi-Stipendium – egal, welchen Beruf sie ansteuern. Darauf hat die IG BAU Saar-Trier hingewiesen
Foto: IG BAU, Alireza Khalili

Im Landkreis St. Wendel haben 59 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren keinen Berufsabschluss – das geht aus aktuellen Zahlen der Arbeitsagentur hervor. Die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Saar-Trier nimmt diese Zahl zum Anlass, jungen Menschen ohne Ausbildung Mut zu machen: Noch stehen im Landkreis 150 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung, darunter fünf im Baugewerbe.

„Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Ute Langenbahn, Vorsitzende der IG BAU Saar-Trier. Sie rät allen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“. Laut Statistischem Bundesamt haben im Saarland rund 37.000 junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch einen Ausbildungsplatz.

Die Zeit drängt, doch verloren ist sie noch nicht: Im August und September starten die meisten Ausbildungen. „Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, so Ute Langenbahn. Sie empfiehlt Interessierten, die Angebote der Jugendberufsagentur (JBA) unter www.servicestelle-jba.de oder der Arbeitsagentur unter www.arbeitsagentur.de/bildung zu nutzen. Ein direktes Beratungsgespräch lohne sich immer.

Darüber hinaus rät die Gewerkschaftsvorsitzende, auch den direkten Weg zu den Betrieben nicht zu scheuen: „Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Langenbahn. Neben dem Beruf selbst sollten Bewerber auch auf die Ausbildungsqualität und die Perspektiven achten, die ein Betrieb nach der Ausbildung biete.

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