Im Landkreis St. Wendel dürfen sich etwa 350 Beschäftigte in der Gebäudereinigung über eine deutliche Lohnerhöhung freuen. Zum Jahreswechsel steigt der Mindestlohn in dieser Branche auf 15 Euro pro Stunde. Diese Zahlen gab die Gewerkschaft IG BAU Saar-Trier unter Berufung auf Daten der Arbeitsagentur bekannt.
Die Reinigungskräfte, die täglich in Bürogebäuden, Schulen und Krankenhäusern für Hygiene und Ordnung sorgen, erhalten damit eine spürbare finanzielle Verbesserung. Besonders Beschäftigte in der Außenreinigung profitieren von der neuen Regelung.
Für Arbeiten an Fassaden und Fenstern gilt künftig ein noch höherer Mindestlohn von 18,40 Euro pro Stunde. „Egal, wer wo saubermacht: Die neuen Lohn-Limits in der Gebäudereinigung sind das Minimum, das in der Gebäudereinigung bezahlt werden muss“, betont Ute Langenbahn von der IG BAU Saar-Trier. Sämtliche zehn Gebäudereinigungsunternehmen im Landkreis sind an diese Vorgaben gebunden.
Die Gewerkschaftsvertreterin hebt die Bedeutung der Branche hervor: „Gebäudereinigerinnen und Fassadenreiniger sorgen für Sauberkeit. Sie machen im Kreis St. Wendel einen wichtigen und harten Job. Der wird durch die neuen Branchen-Mindestlöhne jetzt deutlich fairer bezahlt“, erklärt Langenbahn.
Auch für den Berufsnachwuchs verbessern sich die Konditionen erheblich. Auszubildende im Gebäudereiniger-Handwerk erhalten im ersten Lehrjahr künftig 1.000 Euro monatlich. Im zweiten Jahr steigt die Vergütung auf 1.150 Euro, im dritten Ausbildungsjahr erhalten die angehenden Fachkräfte 1.300 Euro. „Azubis starten ihre Ausbildung mit 1.000 Euro im Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr gehen sie mit 1.150 Euro nach Hause. Und im dritten Jahr haben Gebäudereiniger-Azubis 1.300 Euro pro Monat im Portemonnaie“, so die Vorsitzende der IG BAU Saar-Trier, Ute Langenbahn.



