„10 Fragen an… „

10 Fragen an… Michael Jakobi – Musiker und Produzent aus dem Sankt Wendeler Land

Im Rahmen unsere Reihe „10 Fragen an…“ stellen wir euch heute Michael Jakobi, bekannt als Mikel, vor. Mikel ist 27 Jahre alt und arbeitet freiberuflich als Musiker und Produzent. Neben der Musik studiert er aktuell Animation und Illustration im Master in Saarbrücken.  Mit über 400.000 monatlichen Hörern ist er auf Spotify sehr erfolgreich. Wir haben Ihn gefragt wie er zur Musik gekommen ist und wie sein Alltag aussieht: 

Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben aus? 

Ich stehe auf, Frühstücke, trinke einen Kaffee, gieß meine Pflänzchen und fange meistens direkt damit an Musik zu machen, je nach Motivation. Es gibt auch Tage, an denen ich absolut nicht kreativ bin. Dann treffe ich mich mit Freunden auf ein Käffchen, erzähle denen, dass mir musikalisch nichts mehr einfällt und ich meine Karriere an den Nagel hängen muss. Dann legt sich das Ganze, komme doch wieder auf neue Ideen und mache wieder Musik. Das wiederholt sich dann alle paar Wochen wieder.“

Seit wann machst du Musik? 

Ich habe schon so 2003/2004 erste Erfahrungen mit Musik gemacht und mit Schulfreunden Texte geschrieben. Die waren echt nicht gut. So richtig mit Beats bauen habe ich dann gegen 2008 angefangen.“

Wusstest du schon immer, dass du beruflich mal was mit Musik machen willst?

Als ich damit angefangen hab, war‘s natürlich ein Traum davon leben zu können, aber es war schon eher ein Hobby. Nach dem Realschulabschluss wollte ich noch mein Abi im Schwerpunkt „Gesundheit und Soziales“ nachholen und eventuell in diesem Bereich arbeiten. Nach einem halben Jahr hab ich das aber wieder abgebrochen. Ein Freund hat mir dann die Hochschule der Bildenden Künste Saar gezeigt. Der künstlerische Bereich sagte mir schon eher zu und 2015 hab ich dort mein Studium begonnen. Musik wurde da immer mehr eine Nebensache und ich hatte es schon abgeschrieben damit beruflich was erreichen zu können. Glücklicherweise kam es 2018 dann, durch den Release meines ersten Albums anders und der Traum hat sich dann doch noch verwirklicht.“

Wie würdest du den typischen Zuhörer deiner Musik beschreiben?

Da ich keine Livemusik mache oder Konzerte gebe kenne ich die nicht wirklich. Aber größtenteils sind das Leute, die meine Musik gerne bei der Arbeit und zum Lernen und Studieren hören. Laut Spotify Statistiken sind die meisten Zuhörer aus den Staaten und zwischen 18-34 Jahre alt.“

Was soll deine Musik vermitteln?

Emotionen und Bilder, die ohne Text oder Gesang funktionieren. Mit meiner Musik versuche ich alles, was ich erlebt habe, was ich fühle und Liebe festzuhalten, am liebsten, indem ich klassische und bekannte Elemente des Hip-Hops mit neuen, kreativen Ideen vermische. Das ist eine Art Tagebuch für mich.“

Du bist mit über 400.000 monatlichen Hörern auf Spotify sehr erfolgreich. Hattest du mit diesem Erfolg gerechnet? 

Absolut gar nicht. Das erste Album sollte ein kostenloses Release auf meinem YouTube Kanal werden. Ich hatte gehofft damit vielleicht ein paar neue Abonnenten zu gewinnen und dachte mir: „So um die 5000 Aufrufe wären ganz schön.“ Jetzt sind es insgesamt um die 200 Millionen und es fühlt sich immer noch unreal an.“

Welcher Musiker ist dein Vorbild?

Was Beats angeht sind Dr. Dre und Scott Storch immer schon eine große Inspiration gewesen. Ansonsten Gorillaz.“

Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Das ändert sich oft, aber aktuell ist der Plan nach Berlin oder Frankfurt zu ziehen, viel zu verreisen und von unterwegs aus Musik zu machen.“

Gibt es einen Ort im St. Wendeler Land, der dich inspiriert? Wenn ja, welcher?

Nicht wirklich, um ehrlich zu sein. Die Musik, die ich hier mache, ist nicht so häufig vertreten und daher gibt es keinen so großen Austausch mit anderen Personen. Dafür inspirieren mich hier in Saarbrücken aber viele meiner Freunde, die auch im künstlerischen Bereich tätig sind.“

Was bedeutet Heimat für dich?

Ich komme ursprünglich aus England, bin früh nach Deutschland gezogen und bin in hier insgesamt nochmal ca. 7-8-mal umgezogen. Daher konnte ich mich selten richtig an einen Ort binden. Tatsächlich ist mir aber aufgefallen, dass ich dadurch gerne neue Orte kennenlerne. Also sind alle Orte Heimat für mich, an denen ich meine Freunde und die Familie habe und mich wohl fühle.“

Mikel’s neueste Single heißt „Zelda’s Medley“. Hört gerne mal rein! Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg.

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