Ein schwerer Gewaltvorfall in einem Regionalzug hat am Montagabend einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. In dem Regionalexpress 4131 zwischen Landstuhl und Homburg ist ein 36-jähriger Zugbegleiter von einem Fahrgast angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen kontrollierte der Zugbegleiter einen 26-jährigen Reisenden, der ohne gültigen Fahrschein unterwegs war. Als der Zugbegleiter den Mann daraufhin des Zuges verweisen wollte, kam es zu dem Angriff. Der 36-Jährige erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch am Tatort reanimiert werden musste.
Andere Fahrgäste leisteten Erste Hilfe und verständigten die Polizei. Der schwer verletzte Zugbegleiter wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens kämpfen die Ärzte weiterhin um sein Leben.
Der mutmaßliche Täter wurde von Einsatzkräften der Landespolizei Saarland und der Bundespolizei festgenommen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt. Das Amtsgericht Zweibrücken erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl.
Die Hintergründe der Tat sowie der genaue Ablauf des Angriffs sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Scharfe Kritik und Bestürzung äußerte die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg. Sie verurteilte den Angriff aufs Schärfste und erklärte, die Nachricht mache sie fassungslos. Gewalt gegen Zugbegleiter und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst sei leider keine Seltenheit mehr. Umso wichtiger sei es, als Gesellschaft geschlossen dagegen vorzugehen und solche Taten mit der gesamten Härte des Rechtsstaates zu verfolgen.
Auch Bahnchefin Evelyn Palla äußerte sich am Dienstagabend zu dem Vorfall. Sie zeigte sich entsetzt und empört über die Gewalttat. Der Zugbegleiter liege im Krankenhaus, sein Zustand sei kritisch. Palla dankte ausdrücklich einem Bundeswehrsoldaten, der Erste Hilfe geleistet hatte, sowie der Bundespolizei und den Ärzten für ihr schnelles Eingreifen.





