Wasserhaushalt gestern, heute und morgen – interessante Forschungsarbeiten werden im Nationalpark vorgestellt

In einem Nationalpark darf Natur sich frei entwickeln, möglichst unbeeinflusst von menschlichen Eingriffen. Doch was ist der Ausgangspunkt dieser natürlichen Entwicklung?

In der nächsten Nationalpark-Akademie am Montag, 24. April 2017 stellt die Universität Koblenz Forschungsarbeiten im Nationalpark vor. Die Veranstaltung zum Thema Wasserhaushalt startet  um 19:00 Uhr in der Nationalparkkirche in Muhl.

 

Biologen und Geographen vom Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau forschen im Nationalpark. Sie möchten interessanten Fragestellungen auf den Grund gehen. Wo finden sich Spuren der menschlichen Nutzung im Nationalpark? Wie veränderte die intensive Nutzung die Böden, die Gewässer und die Vegetation? Welche Wege führen zurück zu naturnahen Prozessen?

Das Gebiet des Nationalparks Hunsrück-Hochwald wurde über Jahrhunderte intensiv durch den Menschen genutzt – als Quelle für Holz, Holzkohle und Eisenerz. Hangmoore wurden trocken gelegt, Fichten schrittweise aufgeforstet und Plätze für Kohlenmeiler angelegt. Die Ansiedlung von Mühlen sowie die Gewinnung und Verarbeitung von Eisenerzen hinterließen bleibende Spuren.

Auch nach der Umwandlung des Gebietes in einen Nationalpark, sind das Abflussverhalten der Gewässer, die Böden sowie Flora und Fauna in weiten Teilen noch stark durch die menschlichen Eingriffe geprägt.

In den Kurzvorträgen werden am 24. April 2017 in der Nationalpark-Akademie Forschungsansätze und erste Ergebnisse vorgestellt. Dabei werden aktuelle Untersuchungen zum Nationalpark  Hunsrück-Hochwald des Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau erläutert, das Zusammenspiel von Mensch und Umwelt im Nationalpark in den letzten Jahrhunderten  beleuchtet. Einer der Kurzvorträge wird sich dem Thema Wasserrückhalt von Hangmooren im Nationalpark widmen, ein weiterer der Untersuchung des Einflusses von Renaturierungsmaßnahmen an entwässerten Hangmoorstandorten auf die bodenchemische Stoffbilanz. Abschließend werden Lebensgemeinschaften der besonderen Art präsentiert: Flechten, Moose und Rotalgen im Nationalpark.

Seien Sie dabei und freuen Sie sich auf einen spannenden Abend. Das „Waldtischleindeckdich“ mit regionalen Produkten sorgt für das leibliche Wohl.

Die Nationalpark-Akademie ist eine Veranstaltungsreihe des Nationalparks Hunsrück-Hochwald und des Naturparks Saar-Hunsrück für die Nationalparkregion. Die Vortragsreihe will Erkenntnisse der Natur, Heimat- und Kulturgeschichte, Geologie und Archäologie oder der Regional- und Tourismusentwicklung vermitteln und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern eröffnen.

 

Foto: nlphh.de Konrad Funk

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