Die Polizei hat Anfang Mai in anderen Regionen vor dubiosen Handwerkern und ihren Angeboten gewarnt, und ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor etwa einem Jahr in Oberthal. Nun war ein „helfender Dachdecker“ in St. Ingbert unterwegs und verlangte 23.000 € für die Reparatur einer Dachrinne eines Rentners. Dieser ging daraufhin zur Bank, wo aufmerksame Mitarbeiter die Polizei alarmierten. Die Beamten konnten den überteuerten Handwerker bei der Geldübergabe aufgreifen, wodurch der Rentner vor einem erheblichen Verlust bewahrt wurde.
In der Vergangenheit traten reisende Handwerker, hauptsächlich in ländlichen Gebieten, auf und boten vor Ort Dach-, Klempner-, Terrassen- und Reinigungsarbeiten zu vermeintlich günstigen Preisen an. Aktuell sind in regionalen Zeitungen Hochglanzprospekte verschiedener Firmen für Reinigungsarbeiten im Umlauf. Polizeiliche Überprüfungen ergaben, dass einige dieser Unternehmen unter den angegebenen Adressen nicht existieren.
Es ist Frühjahrsputz- und Gartenzeit, und freundliche Personen bieten vermeintlich günstige Dienstleistungen an. Die Angebote erscheinen verlockend, jedoch fehlen auf den Notizzetteln oft vollständige Angaben. Schnell beginnen die Arbeiter mit den Arbeiten, packen dann jedoch alles zusammen, einschließlich der Gartengeräte des Auftraggebers, und kehren nicht zurück.
In den letzten Tagen meldeten sich vermehrt Grundstücksbesitzer bei der Polizei, die ungebetenen Handwerkern begegneten. Die Seniorensicherheitsberater empfehlen daher dringend, solche Angebote genau zu prüfen und mit etablierten Handwerksunternehmen aus der Region zu vergleichen.
Hinweise:
- Lehnen Sie spontane Bauarbeiten von Wanderarbeitern ab.
- Arbeiten, die sofort beginnen, dienen oft nur der Täuschung.
- Niemals im Voraus bezahlen!
Empfehlungen der Polizei und der Seniorensicherheitsberater:
- Vermeiden Sie Geschäfte an der Haustür oder Gartentür.
- Prüfen Sie die Firmenanschriften von Flyern im Internet.
- Holen Sie immer ein schriftliches Angebot ein und vergleichen Sie.
- Zahlen Sie niemals im Voraus für Materialien.
- Notieren Sie die Personalien und das Kfz-Kennzeichen des Anbieters.
Bei verdächtigen reisenden Handwerkern sollten Sie sofort die Polizei unter 110 verständigen. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater im Seniorenbüro des Landkreises St. Wendel unter 06851/801-5201 oder per E-Mail an seniorenbuero@lkwnd.de. Dort können auch Vorträge und Beratungen angefragt werden.





