Am 14. März verabschiedete der Umwelt-Campus Birkenfeld rund 320 Bachelor- und Masterabsolventen in einem festlichen Rahmen. Die Studierenden, die zwischen Januar 2025 und Februar 2026 ihr Studium erfolgreich beendeten, feierten gemeinsam mit ihren Familien, Freunden sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft.
Die Präsidentin der Hochschule Trier, Prof. Dr. Dorit Schumann, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte neben den Absolventen auch prominente Gäste wie die Landräte Miroslaw Kowalski (Nationalparklandkreis Birkenfeld) und Udo Recktenwald (Landkreis St. Wendel). In ihrer Rede blickte Schumann auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück und verwies auf das bevorstehende 30-jährige Jubiläum des Campus im Jahr 2026. Besonders stolz zeigte sie sich über die aktuellen Auszeichnungen: Der Campus gewann im Dezember 2025 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in drei Kategorien und erreichte im weltweiten GreenMetric Ranking Platz 4 unter 1.700 Hochschulen aus 105 Ländern – in Deutschland belegt er zum neunten Mal in Folge den ersten Platz.
Landrat Udo Recktenwald würdigte in seinem Grußwort die langjährige Partnerschaft zwischen dem Campus und der Region. Er bezeichnete die Hochschule als wichtigen Standortvorteil für beide Landkreise. Den Absolventen gab er mit auf den Weg: „Ihnen steht jetzt die Welt offen. Sie haben im Studium gelernt Antworten zu finden, jetzt heißt es die richtigen Fragen zu stellen.“ Mit den Worten „Bleiben Sie mutig, damit Großes im Kleinen entstehen kann“ appellierte er an die jungen Akademiker, ihre Kompetenzen in der Region einzusetzen.
Die Absolventenredner Nick Schneider (Master Maschinenbau) und Johannes Hagemann (Bachelor Nonprofit und NGO-Management) betonten in ihren Ansprachen die besondere Atmosphäre am Campus. Schneider lobte den familiären Charakter und die gute Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrenden. Hagemann, der extra aus Niedersachsen nach Birkenfeld kam, hob das Green-Campus-Konzept und die internationale Ausrichtung der Hochschule hervor. Die Möglichkeit, über Sprachen und Grenzen hinweg zu lernen und zusammenzuarbeiten, bezeichnete er als besondere Chance.
Im Rahmen der Feier wurden auch besondere Leistungen gewürdigt. Die Dekane Prof. Dr. Klaus Helling und Prof. Dr.-Ing. Peter Gutheil überreichten nicht nur die Abschlussurkunden, sondern gratulierten auch zwei frisch Promovierten: Dr.-Ing. Julia Schreier promovierte im Bereich Verfahrenstechnik in Kooperation mit der Bergakademie Freiberg, Dr. rer. pol. Stefan Stumm im Fachbereich Raum- und Umweltplanung zusammen mit der RPTU Kaiserslautern.
Für herausragende Abschlussarbeiten erhielten vier Absolventen den Bürkle-Preis der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung. Aus dem technischen Bereich wurden Noah Levin Eli (Bachelor Angewandte Informatik und Künstliche Intelligenz) und Nick Schneider (Master Digitale Produktentwicklung – Maschinenbau) ausgezeichnet. Im Fachbereich Umweltwirtschaft/Umweltrecht erhielten Pauline Feldges (Bachelor Umwelt- und Betriebswirtschaft) und Francesca Hepp (Master Unternehmens- und Energierecht) die Auszeichnung. Die prämierten Arbeiten befassten sich mit Themen von der Automatisierung in IoT-Systemen über 3D-Druck-Materialien bis hin zu nachhaltigen Geschäftsmodellen und dem Arbeitsschutz von Crowdworkern.
Der Martin-Klar-Preis für außergewöhnliches studentisches Engagement ging an Enya Zahn und Paul Veit. Nach einer spontanen Initiative der Studierenden erhielt auch Manuel Frosch kurzfristig einen zusätzlichen Preis für sein Engagement, gestiftet vom Verein der Freunde der Hochschule. Der Verein, der bereits sein 31-jähriges Bestehen feiert, unterstützt den Campus seit seiner Gründung und übernahm auch bei dieser Feier traditionell die Kosten für die Absolventenhüte.
Nach der musikalischen Umrahmung durch Silvia und Maik Heinz und einem festlichen Buffett ging die offizielle Feier nahtlos in eine vom AStA organisierte Party über, bei der die frischgebackenen Absolventen bis in die späten Nachtstunden ihren Erfolg feierten.



