Die Special Olympics Nationalen Spiele fanden vom 15. bis 20. Juni im Saarland statt und haben nach Angaben der Veranstalter neue Maßstäbe für inklusiven Sport in Deutschland gesetzt. 4.029 Athletinnen und Athleten – darunter 436 Unified-Partnerinnen und -Partner ohne Behinderung sowie zwölf internationale Delegationen – traten in 27 Sportarten an, darunter fünf neue Disziplinen. Rund 16.000 Menschen feierten die Eröffnungsfeier im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken.
Gleich mehrere Premieren prägten die Veranstaltung: Erstmals fanden Nationale Spiele im Südwesten Deutschlands statt, erstmals wurden Wettbewerbe in einem gesamten Bundesland ausgetragen und erstmals führte ein grenzübergreifender Wettbewerb nach Frankreich. Auch das Host Town Program, angelehnt an die Special Olympics World Games Berlin 2023, wurde erstmals bei Nationalen Spielen umgesetzt und trug den inklusiven Gedanken bereits vor der Eröffnung in die Kommunen. Ein Fackellauf verband Berlin mit dem Saarland und führte durch alle saarländischen Landkreise – mehr als 20.000 Menschen nahmen daran teil. Über die Spiele hinaus investierte das Saarland gezielt in den Ausbau barrierearmer Sportstätten und die Stärkung der Sportinfrastruktur.
„Die Nationalen Spiele im Saarland haben eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn ein ganzes Bundesland Inklusion lebt. Athletinnen und Athleten standen im Mittelpunkt – in den Sportstätten, in den Medien und in der öffentlichen Wahrnehmung. Genau darum geht es uns: Special Olympics in Deutschland nachhaltig zu stärken und Menschen mit geistiger Beeinträchtigung die Sichtbarkeit zu geben, die sie verdienen. Das Saarland hat dafür neue Maßstäbe gesetzt“, sagte Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland.
Die Veranstaltung erreichte ein Millionenpublikum weit über das Saarland hinaus. Mehr als 110.000 Besucherinnen und Besucher erlebten die Wettbewerbe vor Ort. Rund 9.700 Schülerinnen und Schüler sorgten gemeinsam mit 374 Schul- und Fangruppen für volle Sportstätten. Eine Medienallianz der acht größten deutschen Medienhäuser sowie mehr als 1.200 Veröffentlichungen allein im Juni machten die Leistungen bundesweit sichtbar. Über die Social-Media-Kanäle von Special Olympics Deutschland wurden rund acht Millionen Kontakte erzielt. Die Eröffnungsfeier erreichte im Saarländischen Rundfunk einen Marktanteil von 14 Prozent.
Hinter den Kulissen trugen rund 2.500 Freiwillige zum Gelingen bei – darunter fast 500 Unternehmensfreiwillige aus 21 Betrieben sowie 77 inklusive Freiwillige. Unterstützt wurden die Spiele von 33 Partnern und Sponsoren. Im Rahmen des Healthy Athletes Program wurden 2.750 Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt, an denen mehr als 1.350 Athletinnen und Athleten teilnahmen.
Dennis Mellentin, Vizepräsident Athletinnen und Athleten von Special Olympics Deutschland, zog ein persönliches Fazit: „Diese Woche hat gezeigt, was passiert, wenn Menschen mit geistiger Beeinträchtigung selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Sie wurden als Sportlerinnen und Sportler wahrgenommen, sie konnten ihr Bestes geben und haben unglaublich viel Wertschätzung erfahren. Ich wünsche mir, dass genau dieses Gefühl weit über die Nationalen Spiele hinaus bleibt – denn Inklusion endet nicht mit der Schlussfeier.“
Die Veranstalter bewerteten die Nationalen Spiele als Meilenstein in der Geschichte von Special Olympics Deutschland und als Aufbruch für mehr Sichtbarkeit von Menschen mit geistiger Behinderung sowie für mehr Teilhabe in der Gesellschaft.




