Über 350 Einsätze forderten Polizei in der Silvesternacht

Die Landespolizeidirektion Saarland hat nach der Silvesternacht 2025/2026 eine durchwachsene Bilanz gezogen. Landesweit war die Polizei verstärkt im Einsatz, um die Sicherheit der feiernden Bevölkerung zu gewährleisten. Insgesamt wurden mehr als 350 Einsätze registriert. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre heraus war die Polizei insbesondere an bekannten Brennpunkten präsent und griff dort konsequent ein, um Gefahrenlagen zu verhindern.

Große Menschenansammlung in Saarbrücken

In der Landeshauptstadt Saarbrücken sammelten sich bereits deutlich vor Mitternacht zahlreiche Jugendliche und Heranwachsende im Bereich des Rabbiner-Rülf-Platzes. In der Spitze hielten sich dort sowie im näheren Umfeld über 1.000 Personen auf. Im Zusammenhang mit einem Feuerwehreinsatz erlitten Einsatzkräfte durch einen Böllerwurf ein Knalltrauma. Gegen bislang unbekannte Täter wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Zudem stellte die Polizei in diesem Bereich ein massives Abbrennen von Feuerwerkskörpern fest. Insgesamt leitete sie fünf Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein, überwiegend im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen. Darüber hinaus kam es auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Personengruppen. Beim Eintreffen der Polizei entfernten sich die Beteiligten, die Ermittlungen dauern an. Gegen 1 Uhr hatte sich die Situation beruhigt, die Sperrmaßnahmen rund um die Brücke konnten aufgehoben werden.

Mehrere Brände in der Silvesternacht

Neben den Feierlichkeiten beschäftigten mehrere Brandgeschehen Polizei und Feuerwehr. Unter anderem kam es zu drei Wohnhausbränden. In Köllerbach brannte gegen 0.30 Uhr in der Schulstraße ein Mehrparteienhaus. Menschen wurden nicht verletzt, mehrere im Gebäude befindliche Haustiere konnten jedoch nicht mehr gerettet werden. Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

In Schwalbach geriet gegen 0.15 Uhr in der Hauptstraße eine Garage eines beidseitig angebauten Wohnhauses in Brand. Ein darin abgestelltes Fahrzeug brannte vollständig aus. Ein Hausbewohner wurde leicht verletzt. Auch dieses Anwesen ist aktuell nicht bewohnbar. Die Brandursache ist noch unklar.

In der Ursulinenstraße in Saarbrücken brach gegen 3.45 Uhr ein Feuer in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses aus. Die Bewohnerin bemerkte den Brand rechtzeitig. Die Feuerwehr löschte das Feuer, die Frau erlitt leichte Verletzungen. Auch hier dauern die Ermittlungen an.

Weitere Einsätze und Vorkommnisse

Darüber hinaus registrierte die Landespolizeidirektion 15 Einsätze im Zusammenhang mit Schlägereien und Körperverletzungsdelikten sowie acht Fälle häuslicher Gewalt. Insgesamt nahm die Polizei 44 Verkehrsunfälle auf, darunter zehn mit Personenschäden. Vier nicht mehr fahrtüchtigen Personen wurde der Führerschein einbehalten.

Landesweit kam es zudem zu zwei Fällen von Widerstand gegen Polizeibeamte. Bei einer Ingewahrsamnahme im Bereich der Polizeiinspektion Saarlouis sowie bei einer Blutprobenentnahme bei der Polizeiinspektion Neunkirchen leisteten jeweils Personen Widerstand. Einsatzkräfte wurden dabei nicht verletzt.

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