THW-Einsatzkräfte aus Freisen, Nohfelden, St. Wendel und Theley helfen mit Spezialtechnik und rund 150 Kräften im gesamten Land.
Seit Beginn des verheerenden Starkregenereignisses am vergangenen Donnerstag unterstützen die vier im Landkreis St. Wendel ansässigen THW-Ortsverbände Freisen, Nohfelden, St. Wendel und Theley die Anforderer von Polizei und Feuerwehr bei der Bewältigung der umfangreichen Gefahrenlage.
Dank ihrer hoch spezialisierten Fachgruppen verfügt das Technische Hilfswerk im Landkreis St. Wendel über besondere Fähigkeiten:
Mit leistungsstarken Pumpensätzen, die auch bei stark verschmutztem Wasser mehrere Zehntausend Liter pro Minute fördern können, konnten die Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus Theley und Freisen an verschiedenen Schadensorten effektiv helfen. So verhinderte eine Einheit aus Freisen durch die gezielte Entlastung eines übervollen Regenrückhaltebeckens bei Dudweiler einen drohenden Dammbruch. Experten aus Theley schützten Standorte der Energieinfrastruktur vor Überflutung und pumpten Straßenzüge und Keller in der St. Wendeler Innenstadt leer, bevor sie nach Blieskastel eilten, um ein ausgefallenes Pumpwerk zu ersetzen.
Mit ihrem watfähigen Kipper beteiligten sich die Kräfte des THW-Ortsverbandes St. Wendel gemeinsam mit dem THW-Ortsverband Nohfelden früh an der Befüllung und Verbringung von Sandsäcken in die Überflutungsgebiete bei St. Wendel und im Ostertal. Hand in Hand mit Feuerwehr und Katastrophenschutz wurden so in kurzer Zeit rund 3.000 Sandsäcke hergestellt, die Keller und Wohnungen der betroffenen Anlieger vor eindringendem Wasser schützten.
Während Einheiten aus den THW-Ortsverbänden St. Wendel und Nohfelden eine Führungsstelle zur Koordinierung der Einsätze betrieben, kämpften auf Notinstandsetzung spezialisierte Kräfte beider Ortsverbände darum, die Heizungszentrale eines großen Bürogebäudes in St. Wendel vor eindringendem Wasser zu schützen.
Ein THW-Baufachberater aus St. Wendel überprüfte unterdessen die Stabilität von durch Unwetter und Hangrutschen beschädigten Gebäuden. Experten des THW-Pegeltrupps aus Theley installierten mobile Hochwasserpegel an verschiedenen Bächen und Flüssen, um Einsatzleitstellen mit Echtzeitdaten zu versorgen.
Auch in Saarbrücken waren Helfer im Einsatz: Eine auf Logistik und Verpflegung spezialisierte Einheit des THW Freisen betrieb dort eine mobile Großküche, die in Spitzenzeiten 400 Mahlzeiten gleichzeitig für die Einsatzkräfte bereitstellen konnte.
Mit über 1.000 Einsatzkräften, darunter auch Unterstützung aus angrenzenden Bundesländern, steht das Technische Hilfswerk weiterhin den Gefahrenabwehrbehörden von Land und kommunaler Ebene zur Seite. Die THW-Einheiten aus Freisen, Nohfelden, St. Wendel und Theley unterstützen die Bedarfsträger weiterhin.



