St. Wendel: Abschlussjahrgang AJG – Als Familie verlassen sie den „Heiligen Berg“

St. Wendel. Auch für die 12er des Arnold Janssen Gymnasiums war es nun an der Zeit, den vertrauten Schulalltag hinter sich zu lassen. Nach 8 Jahren Schulzeit am AJG galt es am Samstag Abschied zu sagen.

Dem ein oder anderen fiel das jedoch gar nicht so leicht. Schließlich betrat man gefühlt gestern erst das Gebäude, das ein bisschen an Hogwarts erinnert. Was danach kam, war dann aber doch ganz schön anstrengend. Ständiges Lernen, Streitereien oder Lehrersprüche, wie „Der Lehrer beendet den Unterricht, nicht der Gong!“, sorgten bei dem ein oder anderen dafür, dass der letzte Schultag herbeigesehnt wurde. Zum Schluss stellt Michelle Eckhardt in der Abiturrede dann aber doch fest, dass die Schulzeit die schönste Zeit des Lebens ist. Denn trotz Matheunterricht wurde viel gelacht und man lernte viele tolle Menschen kennen. Und durch den kleinen Jahrgang wurden die 25 Abiturienten ein eingeschworenes Team und sind zu einer Art Familie zusammengewachsen. Durch den kleinen Jahrgang gab es für die Schülerinnen und Schüler überhaupt keine Möglichkeit, sich irgendwo in der letzten Reihe zu verstecken, weil es teilweise nur eine Reihe gab und man sich früher oder später am Unterricht beteiligen musste.

Aber diese Zeit ist jetzt vorbei. Alle schauen in eine Zukunft, von der man noch nicht genau weiß, wo sie einen hinführt. „Natürlich haben die meisten schon Pläne oder sogar Zusagen für ihren Traumjob. Manche werden eine Ausbildung bei Lidl anfangen oder BWL studieren. Andere gehen zur Bundeswehr oder zur Polizei. Wieder andere haben ihre sadistische Seite entdeckt und wollen Lehrer werden. Aber für manche ist noch nicht sicher, wohin sie gehen oder was sie tun wollen. Sie sehen der Zukunft eventuell mit gemischten Gefühlen entgegen.“, so drückt es Jan Kümmel in der Abiturrede aus. „Jetzt gilt es, einen neuen Platz zu finden“, wie Pater Conrad es formulierte. So war bisher jedem klar, wo er oder sie in der Gruppe seinen Platz hatte und man hatte sich damit arrangiert. Doch jetzt werden die Karten neu gemischt. „Ihr werdet nicht alle immer dort stehen, wo ihr sein wollt oder wo ihr es euch vorgestellt habt, aber auch diese Plätze werden euch weiterbringen und wichtiges lehren“, gab er den Schülern mit auf den Weg.

Doch zunächst wollen die 25 Abiturientinnen und Abiturienten ihren bestandenen Abschluss feiern und noch gar nicht an die Zukunft denken. Das haben sie sich aber auch verdient, nach den letzten Wochen voller Lernstress und Vorbereitungen. Und es hat sich gelohnt, denn alle Schülerinnen und Schüler, die zu den Prüfungen antraten, bestanden das Abitur auch. Ganz besonders gelohnt hat es sich für Emily Becker, Vanessa Nehrbaß, Jan Kümmel, Marie Hagenbourger und Julia Kümmel, die mit Abiturnoten zwischen 1,0 und 1,3 wirklich stolz auf sich sein können. Aber auch ihre Mitstreiter haben ihr bestes gegeben und nun allen Grund zum Feiern. 

Abiturjahrgang 2019

Nikita Amann, Emily Becker, Peter Casper, Sebastian Dewes, Michelle Eckhardt, Hannah Frensch, Marie Hagenbourger, Leon Henkes, Matthias Henkes, Maximilian Klein, Jonas Koch, Jan Kümmel, Julia Kümmel, Elias Kurt, Mara Leonhard, Malin Maas, Sarah Müller, Vanessa Nehrbaß, Jan Piontek, Massimiliano Santalucia, Leonard Schmitt, Tim Schneider, Laura Tasche, Pauline Tasche, Elisa Weber

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