Sparkassenpokal: Kein spürbarer Klassenunterschied zwischen VfL Primstal und 1. FC Saarbrücken

Am gestrigen Dienstag stand im Primstaler Allerswaldstadion ein Pokal-Kracher auf dem Programm, der es in sich hatte: Der VfL empfing mit dem 1. FC Saarbrücken den Viertplatzierten der Regionalliga Südwest. Schon vor dem Spiel herrschte eine einmalige Stimmung unter den Flutlichtern. Das Stadion war mehr als gut besucht und man sah den Spielern des VfL Primstal schon während den Aufwärmübungen an, dass sie heiß auf diese Partie waren.

„Ich hatte die ganze Woche schon ein gutes Gefühl. Als wir dann aus der Kabine kamen und ich die ganzen Zuschauer sah, konnte ich nicht aufhören, zu grinsen. Es hat von Beginn an unfassbar viel Spaß gemacht, vor einer solch atemberaubenden Kulisse aufzulaufen“, erzählte uns Jonas Caryot voller Euphorie.

Die ersten Minuten des Spiels verliefen jedoch nicht so glücklich auf Seiten der Primstaler. Nach nicht einmal 60 Sekunden klingelte es bereits zum ersten Mal, nachdem Marc Pesch Probleme bei der Ballannahme hatte und der Saarbrücker Marcel Karl zur Stelle war, um eiskalt zur Führung zu vollstrecken.

 

Nur sieben Minuten später dann der nächste Schock: Alexandre Mendy schnappte sich die Kugel und marschiert über den rechten Flügel, bevor er die Führung ausbaute.

Die Mannschaft aus dem St. Wendeler Land ließ sich von dem unglücklichen Rückstand aber zu keiner Zeit demoralisieren. Im Gegenteil: Die Primstaler waren hellwach und legten ein ordentliches Tempo an den Tag, konnten in der ersten Halbzeit trotz sehr guten Chancen jedoch nicht den wichtigen Anschlusstreffer erzielen.

In der Halbzeitpause fand Trainer Andreas Caryot offenbar die richtigen Worte, um sein Team zu erreichen. Ein Highlight musste gesetzt werden, um hier noch etwas zu reißen und dem großen FCS Paroli bieten zu können.

Keine zehn Minuten nach dem Seitenwechsel war es dann so weit: Nach einem Freistoß verlängerte vorerst Jonas Caryot die hereingegebene Flanke auf Karsten Rauber, der den Ball Julian Scheid zum Anschlusstreffer servierte. Das Stadion bebte, die Spieler und die Zuschauer waren nicht mehr zu halten. Jeder der Anwesenden wusste, dass hier noch lange nicht Schluss war und dass die Hauptstädter verwundbar waren.

 

Die Nordsaarländer ließen sich vom Publikum nach vorne peitschen und machten ordentlich Dampf. Dass die Gäste zwei Ligen über dem VfL spielen, war hier nicht zu erkennen. Die Hausherren machten in der zweiten Halbzeit das Spiel und erarbeiteten sich einige gute Chancen, die leider letztendlich nicht verwertet werden konnten. Lediglich der 1. FC Saarbrücken ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, einen Konter auszunutzen und mit dem dadurch erzielten 3:1-Endstand durch José Pierre Vunguidica die Primstaler Träume von der Pokalsensation platzen zu lassen.

Trotz der Niederlage wusste man durchaus, sich sehr gut zu verkaufen und man kann erhobenen Hauptes auf die kommende Partie blicken. Am kommenden Samstag fährt der VfL Primstal zum Auswärtsspiel nach Brebach. Anstoß ist um 15:00 Uhr.

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