Der Gemeinderat Tholey hat den Auftrag zur denkmalgerechten Sicherung und Instandsetzung der römischen Hangmauer auf dem Schaumbergplateau vergeben. Den Zuschlag erhielt das Saarbrücker Unternehmen „Institut für Baustoffuntersuchung und Sanierungsplanung GmbH“ mit einem Bruttoangebot von rund 103.000 Euro.
Die Arbeiten umfassen die fachgerechte Freilegung, Begutachtung, Dokumentation und statische Überprüfung der Mauerzüge. Zudem sollen schädigender Bewuchs entfernt und erste Sicherungsmaßnahmen umgesetzt werden. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt, das die Mauer als besonders schützenswert einstuft.
Die Entdeckung der römischen Mauerreste auf dem Schaumbergplateau gilt als archäologische Besonderheit. Die freigelegten Strukturen belegen die Existenz einer römischen Höhenfestung und sind Zeugnis einer über 2.000-jährigen Besiedlungsgeschichte – von der Frühlatène-Zeit bis ins Mittelalter.
„Die römische Hangmauer ist ein einzigartiges Zeugnis der Geschichte unseres Schaumbergs“, sagt Bürgermeister Andreas Maldener. „Mit dieser Maßnahme legen wir die Grundlage für eine dauerhafte Sicherung und Bewahrung dieses Denkmals.“ Neben ihrer historischen Bedeutung erfüllt die Mauer auch eine wichtige bauliche Funktion, da sie den südlichen Hangbereich des Plateaus stabilisiert.
Bereits 2010 und 2011 hatte das Büro für Burgenforschung Dr. Joachim Zeune erste Untersuchungen durchgeführt und die Mauern der Römerzeit zugeordnet. Der damalige Abschlussbericht hob den außergewöhnlich guten Erhaltungszustand hervor.
Die Gemeinde Tholey arbeitet seit Jahren eng mit den Denkmalbehörden zusammen. Bundes- und Landesmittel sichern die Finanzierung des Projekts. Maldener sieht in der Maßnahme nicht nur Denkmalschutz, sondern auch einen wichtigen Impuls für die kulturelle und touristische Weiterentwicklung der Region.



