Projekt der St. Wendeler Kommunalen Arbeitsförderung setzt auf Fachkräfte

Der demografische Wandel – also die sinkende Zahl der Gesamtbevölkerung – hat vor allem im ländlichen Raum spürbare Auswirkungen. Etwa für die Wirtschaft: Immer weniger Fachkräfte sind vorhanden, dies führt unter anderem zu einer sinkenden Wertschöpfung. Jedoch gibt es Möglichkeiten, diese Entwicklung zu beeinflussen. Daher hat die Kommunale Arbeitsförderung das Projekt „Das St. Wendeler Land nimmt an die Hand – Fachkräfte willkommen“ entwickelt, das bis zum 30. Juni 2018 mit insgesamt 127.550 Euro durch das Bundesmodellprojekt „Land(auf)Schwung“ gefördert wird. Das Programm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft stellt bundesweit 13 Modellregionen jeweils 1,5 Mio. Euro für die Entwicklung des ländlichen Raumes zur Verfügung.

„Für unsere Betriebe und Unternehmen, für unsere Wirtschaft und somit für den gesamten Landkreis ist es von entscheidender Bedeutung, motivierte, qualifizierte Fachkräfte in der Region zu halten. Denn der Fachkräftemangel ist bereits in einigen Branchen deutlich spürbar“, sagt Landrat Udo Recktenwald. „Mit unseren vielen Neubürgern, die aus der ganzen Welt in das St. Wendeler Land kommen, verfügen wir über ein Potential, dass es auszuschöpfen gilt. In diesem Bereich ist die Kommunale Arbeitsförderung bereits seit Jahren erfolgreich tätig. Mit den zusätzlichen Mitteln für das Projekt ‚Das St. Wendeler Land nimmt an die Hand‘ wird diese Arbeit intensiviert und ausgebaut“, so der Landrat weiter.

Im Rahmen des Fachkräfte-Projekts wurde in der Kommunalen Arbeitsförderung die Stelle einer Migrationschoachin eingerichtet. Diese hat zunächst die Aufgabe, Flüchtlinge in Sprach- und Integrationskursen unterzubringen, dabei jedoch auch bereits von Beginn an ihre Kenntnisse und Fertigkeiten, ihre Abschlüsse und Berufsqualifikationen aufzunehmen. Dabei findet von Beginn an ein reger Austausch mit Trägern der Kurse und Flüchtlingsnetzwerken sowie Betrieben und Unternehmen statt. Kurzum: Fachkräftepotential wird bereits früh identifiziert, in Kursen untergebracht, der Werdegang wird verfolgt. Dabei wird auch gezielt der Kontakt zu Unternehmen und Betrieben gesucht. Ein erster Schritt zu einem potentiellen Arbeitsverhältnisses, ein wichtiger Schritt für eine Integration in den Arbeitsmarkt.

Foto: Barbara Motsch (Migrationschoach Kommunale Arbeitsförderung), Landrat Udo Recktenwald; hinten: Hans-Josef Scholl (Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land, Thomas Schmidt (Kommunale Arbeitsförderung – Jobcenter Landkreis St. Wendel)

Foto: Lukas Kowol

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