Probier’s mal mit Gemütlichkeit: Komfort als Wohntrend der Zukunft

Die Welt entwickelt sich zunehmend zu einem hektischen Ort. Druck im Job und Stress im Alltag sind nur wenigen Menschen fremd. Wie schön ist da die Vorstellung, die Tür zur eigenen Wohnung zu schließen und den Trubel der Außenwelt auszusperren.

So verwundert es auch nicht, dass die Zeit daheim für viele immer wertvoller wird. Nicht nur in Deutschland. Eine 2024 veröffentlichte Studie aus den USA kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Laut ihr verbringen die Befragten seit Ende 2019 täglich eine Stunde weniger außerhalb der Wohnung.

Da das eigene Zuhause mehr und mehr zum Lebensmittelpunkt wird, gewinnt auch eine gemütliche Inneneinrichtung an Relevanz. Schluss mit kühlen und rein funktionalen Designs. Der Wohntrend der Zukunft geht vielmehr in Richtung Natürlichkeit und Komfort.

Diese Wohnstile werden zukünftig immer beliebter

In der Weihnachtsumfrage 2025 gehört weniger Stress zu den guten Vorsätzen der meisten Teilnehmer. Fast die Hälfte der Befragten (43 Prozent) nahmen sich vor, dafür mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. 

Eine gute Möglichkeit besteht darin, die Lieben zu gemütlichen Fernseh- oder Spieleabenden nach Hause einzuladen.

Den Wunsch nach Geselligkeit spiegeln auch viele Wohntrends der Zukunft wider. So liegen statt zierlicher Sitzmöbel wieder breite Sitzlandschaften im Trend, die vielen Menschen gleichzeitig Platz bieten.

Wer bei der Inneneinrichtung nicht nur auf einzelne Trends setzt, sondern einen bestimmten Stil verfolgt, kann sich von den folgenden Beispielen inspirieren lassen:

Modern Retro Revival

Retro-Trends in der Wohnung sind nicht neu. Bereits in den vergangenen Jahren hielten knallige Farben und Designs aus den wilden 60er-Jahren in vielen Räumen Einzug. Mit dem Modern-Retro-Stil wird die Innenraumgestaltung jedoch wieder etwas ruhiger und gediegener.

Klassische Retro-Elemente fügen sich stilvoll in eine moderne und gemütliche Wohnungseinrichtung ein. So findet etwa ein imposantes Chesterfield Sofa neben einem modern-minimalistischen Couchtisch Platz. Auch die Kombination aus abgerundeten Sesseln und einer stylishen Lounge ist ganz im Sinne des Wohnstils.

Wer die Retro-Elemente etwas unauffälliger bevorzugt, beschränkt sich etwa auf Sideboards mit schmalen Beinen oder Schränke mit eleganten Schiebetüren. 

Auch Teppiche, Kissen und Decken können dazu beitragen, den Retro-Charme in der Wohnung zu verteilen. Etwa dann, wenn auf ihnen grafische Muster aus den 70er-Jahren prangen.

Wichtig beim Modern-Retro-Revival ist jedoch, dass sich moderne und nostalgische Eindrücke die Waage halten. Dadurch wirkt der Wohntrend klassisch-chic statt überladen.

Quiet Luxury Living

Vielleicht kennen Trendsetter den Quiet-Luxury-Trend bereits aus den vergangenen Jahren. Allerdings bezog er sich hauptsächlich auf das Outfit, nicht auf die Wohnungseinrichtung. Der Sinn dahinter: dezenten Luxus ausstrahlen, ohne zu protzen.

Für die Innenrichtung bedeutet das, man setzt auf elegante und hochwertige Materialien. Für das Mobiliar kommt etwa Massivholz infrage, kombiniert mit Naturstein oder gebürstetem Stahl. 

Decken und Kissen aus Kaschmir oder Samt bringen ebenfalls ein luxuriöses Wohngefühl und gleichzeitig Gemütlichkeit mit sich.

Damit die Zimmer nicht überladen wirken, beschränkt sich der Quiet-Luxury-Trend auf ausgewählte Statement-Pieces. Es geht nicht darum, die Wohnung zu überfüllen. Vielmehr sollen in jedem Raum ein oder zwei elegante Möbelstücke ins Auge stechen.

Im Wohnzimmer ist etwa ein geradlinig designtes Ledersofa eine gute Wahl. Ergänzt werden kann es durch einen Couchtisch aus Massivholz oder einen edlen Orientteppich. Die restliche Einrichtung darf dagegen etwas dezenter ausfallen. Dadurch bleiben die Luxus-Möbel ein Blickfang, statt in der Masse unterzugehen.

Hauptsächlich eignet sich der Quiet-Luxury-Trend für Menschen, die nicht nur Qualität, sondern auch zeitlose Eleganz zu schätzen wissen.

 

New Natural Living

Ein Großteil der Bevölkerung leidet im Alltag unter Stress. Der Rückzug in ein harmonisch gestaltetes Zuhause kann zumindest ein paar der Symptome in Schach halten. Das gilt insbesondere dann, wenn in den eigenen vier Wänden eine helle und freundliche Atmosphäre herrscht.

Diese schafft der New-Natural-Living-Trend. Er kombiniert Möbel aus hellem Holz mit Accessoires aus Naturfasern. Dadurch entsteht eine entschleunigte Umgebung. Wer dazu noch sanfte und zurückhaltende Farben kombiniert, schafft ein Zuhause, das Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt.

Ein Herzstück in einem New-Natural-Living-Wohnzimmer ist etwa ein Sofatisch aus Eiche, Birke oder Bambus. Ergänzt werden kann dieser durch eine helle Sitzlandschaft mit Leder- oder Stoffbezug. 

Statt starrer, eckiger Formen sind fließende und abgerundete Designs gefragt. Dazu harmonieren Heimtextilien aus Jute oder Leinen. 

Sinnvoll ist es, den Natural-Living-Trend mit vielen Zimmerpflanzen in Szene zu setzen. Auch auf ausreichend Licht in den einzelnen Zimmern sollte geachtet werden – vorzugsweise natürlich Tageslicht.

Der auf Natürlichkeit bedachte Wohnstil strahlt Ruhe und Gelassenheit aus. Er eignet sich für jene, denen Wohlgefühl über sichtbaren Luxus geht.

 

Japandi 2.0

Der Japandi-Trend zog bereits in den vergangenen Jahren in viele Wohnungen ein. Schließlich wirkt der Mix aus japanischem Purismus und skandinavischem Komfort nicht nur stylish, sondern auch gemütlich. Auch zukünftig wird dieses Zusammenspiel an Beliebtheit gewinnen – mit einer kleinen Veränderung.

Denn der Trend Japandi 2.0 rückt etwas von der maritimen Farbgebung seines Vorgängers ab. Statt der kühleren Blau-, Grau- und Grüntöne treten mehr und mehr warme Farben in den Vordergrund. Terrakotta, Braun und andere Erdtöne stehen dabei ganz vorn auf der Liste. Doch auch Sand- und Beigetöne entwickeln sich zu einem beliebten Blickfang.

Zudem verzichtet der Japandi-2.0-Trend auf weiße oder helle Möbelstücke. Stattdessen sind dunkle Holzmöbel eine gute Wahl. Sie lassen einen Raum automatisch erdiger und dadurch gemütlicher erscheinen. Besonders eindrucksvoll wirken sie in Kombination mit geradlinigen, niedrigen Sitzmöbeln und strukturreichen Heimtextilien.

Der Wohntrend überzeugt durch seine Natürlichkeit und den bewusst reduzierten Style. Dabei gilt das Motto „weniger ist mehr“ nicht nur für die Farbzusammenstellungen, sondern auch für das Mobiliar an sich. Jedes Zimmer beschränkt sich auf die nötigen Einrichtungsstücke, sodass viel Raum für Ruhe und Entspannung bleibt.

 

Urban Organic

Der kühle Industrial Style bleibt zwar auch zukünftig ein Trend, jedoch wird er mehr und mehr abgeschwächt. So dürfen etwa weiche Texturen und mehr Komfort in die Einrichtung einfließen. Dadurch verwandelt sich der industrielle Chic zum Urban-Organic-Trend.

Dieser setzt auf eine harmonische Kombination aus großstädtischer Coolness und natürlichem Charme. Materialien wie Glas, Metall und Beton fungieren als Blickfang. Hauptsächlich finden sich jedoch moderne Holzmöbel sowie Accessoires aus Naturstoffen in der Wohnung. 

Statt einer geradlinigen Funktionalität zeugen fließende und organische Formen von zunehmender Gemütlichkeit. 

Empfehlenswert im Wohnzimmer sind etwa breite Sessel mit Bezügen aus Cord, Leder oder Leinen. Dazwischen findet ein Tisch mit Glasplatte Platz. Steht dieses Ensemble auf einem Betonfußboden, halten sich Gemütlichkeit, Stil und Coolness die Waage.

Um den Urban-Organic-Trend bewusst etwas nachhaltiger zu gestalten, sind nicht nur Naturmaterialien gefragt. Auch Möbel und Deko-Elemente aus recycelten Materialien sowie Upcycling-Pieces sind eine gute Ergänzung.

 

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