Die ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater des Landkreises Sankt Wendel rufen Urlauber dazu auf, ihre Wohnungen während der Ferienzeit ausreichend zu schützen. In der Hauptreisezeit haben Einbrecher besonders leichtes Spiel, wenn Häuser und Wohnungen ungeschützt zurückgelassen werden.
Wie die Sicherheitsberater gemeinsam mit der Polizei betonen, entstehen durch Wohnungseinbrüche nicht nur materielle Schäden. Viele Betroffene leiden noch lange nach der Tat unter einem anhaltenden Unsicherheitsgefühl. Deshalb komme der Prävention eine besondere Bedeutung zu.
Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gehört die Einbindung der Nachbarschaft. Anwohner sollten über die geplante Abwesenheit informiert werden, damit sie verstärkt auf das Umfeld achten können. Besonders das regelmäßige Leeren des Briefkastens durch Nachbarn verhindert verdächtige Anhäufungen von Post. Auch über vorhandene automatische Beleuchtungssysteme sollten Nachbarn Bescheid wissen.
Bei den Rollläden empfehlen die Experten, diese während der Tageszeit geöffnet zu lassen. Permanent geschlossene Rollläden signalisieren Einbrechern deutlich, dass niemand zu Hause ist. Anrufbeantworter sollten möglichst ausgeschaltet werden, um keine Hinweise auf die Abwesenheit zu geben. Zusätzlich warnen die Sicherheitsberater davor, Urlaubsfotos öffentlich in sozialen Netzwerken zu teilen, da diese potenziellen Tätern wertvolle Informationen liefern können.
Falls Nachbarn verdächtige Aktivitäten bemerken, sollten sie umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 kontaktieren. Ein eigenes Eingreifen wird ausdrücklich nicht empfohlen.
Interessierte Bürger, Vereine und Gruppen können sich für weitere Informationen an die Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater wenden. Das Seniorenbüro des Landkreises Sankt Wendel ist unter der Telefonnummer (06851) 801 5201 oder per E-Mail unter seniorenbuero@lkwnd.de erreichbar. Dort können auch kostenfreie Vorträge und Beratungen angefragt werden.



