Polizei erwartet tausende Besucher beim CSD SaarLorLux

Ein regenbogenfarbener Drachen am blauen Himmel

Am kommenden Wochenende findet in Saarbrücken erneut der Christopher Street Day SaarLorLux statt. Unter dem Motto „JA; ICH WILL INS GRUNDGESETZ! ARTIKEL 3+ JETZT!“ wollen die Veranstalter ein Zeichen für die Rechte queerer Menschen, gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Vielfalt setzen.

Die CSD-Parade startet am Sonntag um 14 Uhr in der Franz-Josef-Röder-Straße und führt über eine mehr als zwei Kilometer lange Strecke durch die Saarbrücker Innenstadt. Die Polizei rechnet mit mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie mehr als 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauern entlang der Strecke. Bereits ab 11:30 Uhr werden umfangreiche Sperrmaßnahmen eingerichtet. Besonders rund um die Wilhelm-Heinrich-Brücke sowie auf der Stadtautobahn A620 kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Die saarländische Landesregierung beteiligt sich bereits zum vierten Mal in Folge mit einem eigenen Wagen an der Parade. Zusätzlich ist das Sozialministerium in diesem Jahr mit einem Stand des Landesdemokratiezentrums auf der CSD-Meile vertreten.

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger erklärte: „Das Saarland steht klar für ein Miteinander, das niemanden ausschließt. Vielfalt ist keine Randerscheinung, sondern Teil unserer demokratischen Grundordnung. Wer Menschen wegen ihrer Identität angreift, stellt sich gegen genau diese Grundwerte. Deshalb zeigen wir beim CSD sichtbar Haltung.“

Auch Sozialminister Magnus Jung betonte die politische Bedeutung der Veranstaltung: „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen ist der CSD ein deutliches Zeichen dafür, dass Menschenwürde und Respekt nicht verhandelbar sind. Die Rechte queerer Menschen gehören selbstverständlich in die Mitte unserer Gesellschaft.“

Nach Angaben der Landesregierung engagiert sich das Saarland auch über das CSD-Wochenende hinaus für den Schutz und die Gleichstellung queerer Menschen. So wurde im vergangenen Jahr der Landesaktionsplan „Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identität akzeptieren“ fortgeschrieben. Dieser umfasst mittlerweile 78 Maßnahmen in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Arbeitswelt, Antidiskriminierung, Gewaltschutz sowie Migration und Flucht. Neu hinzugekommen seien unter anderem Themenfelder wie Pflege, Tourismus und Sport.

Darüber hinaus beteiligt sich das Saarland auf Bundesebene an Initiativen zur besseren wissenschaftlichen Erfassung von Gewalt gegen queere Menschen. Begleitet wird die Umsetzung der Maßnahmen von der interministeriellen Arbeitsgruppe „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“, die laut Landesregierung eng mit Zivilgesellschaft und Community zusammenarbeitet.

Bereits am Samstag und Sonntag findet außerdem das Straßenfest zum CSD in der Mainzer Straße statt.

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