Oberthaler Astronaut Matthias Maurer hofft auf Mondlandung

Matthias Maurer Gronig
Der Groniger Astronaut Matthias Maurer (Foto: ESA)

Der aus Oberthal stammende Astronaut Matthias Maurer hat einen bedeutenden Schritt in Richtung seiner erhofften Mondmission gemacht. Die Europäische Weltraumorganisation ESA verkündete am Donnerstag während einer Ministerratskonferenz in Bremen, dass bei der kommenden Mondmission mit europäischer Beteiligung ein deutscher Raumfahrer an Bord sein wird. Diese Entscheidung teilte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher mit, wie die Deutsche Presse-Agentur meldete.

Maurer, der bereits 2022 ein halbes Jahr auf der Internationalen Raumstation ISS verbrachte, konkurriert nun mit seinem Kollegen Alexander Gerst um den begehrten Platz. Beide deutschen Astronauten haben wiederholt ihr Interesse an einer Mondmission bekundet. „Der Mond ist der große Traum aller Astronauten. Dort will jeder von uns hin“, erklärte Maurer am Freitagmorgen im ZDF-Morgenmagazin. Gerst hatte sich in der Vergangenheit ebenfalls in diese Richtung geäußert.

Die wissenschaftliche Bedeutung einer Mondmission unterstrich Maurer mit dem Vergleich, der Erdtrabant sei das „Geschichtsbuch der Erde“. Die Forscher erhoffen sich von der Mission wichtige Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems und möglicherweise Hinweise auf dessen künftige Entwicklung. Ein weiteres zentrales Forschungsziel ist die Suche nach Wassereis auf dem Mond. Die darin vermuteten organischen Spuren könnten Wissenschaftlern helfen zu verstehen, wie das Leben auf der Erde entstanden ist.

Die tatsächliche Umsetzung der Mondmission liegt jedoch noch in weiter Ferne. Im Rahmen des amerikanischen Artemis-Programms ist für die erste Jahreshälfte zunächst die Mission „Artemis 2“ geplant, bei der US-Astronauten den Mond innerhalb von zehn Tagen umrunden sollen. Eine erste Mondlandung ist mit „Artemis 3“ für 2027 vorgesehen. Der deutsche Astronaut könnte frühestens bei „Artemis 4“ im Jahr 2028 zum Einsatz kommen. Fachleute gehen allerdings davon aus, dass sich der Zeitplan noch weiter verzögern könnte.

Zusätzliche Unsicherheit bringt die politische Lage in den USA mit sich. Der Tech-Unternehmer Elon Musk, der als Berater des ehemaligen US-Präsidenten Trump fungierte, plädierte für eine direkte Mars-Mission anstelle der Mondflüge. Die NASA betrachtet die Mondmissionen hingegen als notwendige Vorbereitung für spätere Flüge zum Mars. Ob die Artemis-Missionen wie geplant durchgeführt werden, bleibt daher abzuwarten.

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