Mosberg-Richweiler: Haunted Village – Ein Ort zum schaurig-schönen Gruseln

Der Inbegriff eines Angsthasen sollte man wohl nicht sein, wenn es einen am Abend des 31. Oktobers in das idyllische Örtchen Mosberg – Richweiler verschlägt. Denn die vermeintliche Idylle des rustikalen Ortsteils von Nohfelden trügt – zumindest einmal im Jahr. Am Halloweenabend verwandelt sich Mosberg-Richweiler mit Hilfe der ganzen Dorfbevölkerung in ein Spukdorf. „Haunted Village“ findet am Abend des 31. Oktober 2018, ab 18.30 Uhr an der Freizeithütte am Sportplatz in Mosberg – Richweiler statt und ist ein Muss für alle Halloweenfans. Im Anschluss zum eigentlichen Grusellauf findet auf dem Gelände um die Freizeithütte auch noch eine Halloweenparty statt.

Mosberg – Richweiler taucht für einen Abend in das schaurig-schöne Kerzenlicht von unzähligen Grablichtern und ermöglicht den Besuchern sich auf eine schauderhafte Reise zu begeben. Auf der zu absolvierenden Strecke von insgesamt 1.2 km warten auf die Eventbesucher insgesamt 73 Erschrecker, die sich die größte Mühe geben, um die Besucher zu überraschen. Um den Gruseleffekt zu erhöhen werden Gruppen mit bis zu 20 Personen eingeteilt, die am Halloweenabend im Abstand von ca. fünf Minuten auf die Strecke entlassen werden. Durch Beleuchtung, Requisiten und vor allem viel Blut soll ein optimaler Gruseleffekt erzielt werden und nicht zu vergessen die Erschrecker, die wohl am Meisten für das Schauern sorgen.

In diesem Jahr geht „Haunted Village“ in seine fünfte Runde und die Veranstalter rechnen mit ca. 1000 Besuchern. Wie auch in den Vorjahren müssen sich die Besucher, welche die Strecke ablaufen möchten, sich zunächst an einer extra dafür ausgewiesenen Anmeldestation melden. Dort werden sie dann einer Gruppe zugewiesen die dann, nach Aufruf der Startnummer, die Strecke betreten darf. Der Eintritt ist erneut kostenlos, jedoch besteht die Möglichkeit, ein Merchandisearmband zu erwerben um die Veranstaltung zu unterstützen. Die Strecke wird von 19.00 bis 01.00 Uhr geöffnet sein und über einen Liveticker auf der Facebookseite wird regelmäßig die aktuelle Besucheranzahl veröffentlicht werden.

 

Anders in diesem Jahr ist der Veranstaltungsort. Aus Sicherheitsgründen wurde die Location gewechselt, deshalb findet das Event  in diesem Jahr an der Freizeithütte statt. Generell wird Sicherheit groß geschrieben. Auch bei der Wahl der Strecke wurden überwiegend sicherheitstechnische Aspekte berücksichtigt und zu diesem Zwecke werden beispielsweise auch Straßensperrungen errichtet. Auch der „Little Horror Club“ ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei und die „Apollo 13 Raumkapsel“ wird erstmals mit eingebunden und sorgt für eine gruselige Weltraumszenerie. Auch der Gruseleffekt soll deutlich erhöht werden durch mehr Kunstblut und die stark angestiegene Anzahl an Erschreckern.

Aber auch für die ängstlichen Besucher wird etwas geboten. Selbst wenn man nicht den Mut aufbringt, den Weg durch das Spukdorf zu bestreiten, können Besucher aller Altersklassen viel Spaß auf der Halloweenparty haben, wo ein DJ für Stimmung sorgt.

Haunted Village ist „schrecklich“, so beschreibt Oliver Klein, einer der tragenden Köpfe des Organisationsteams in einem Wort die Veranstaltung. Eine sehr kurze, aber treffende Beschreibung, die dem Ausmaß der Veranstaltung nicht ganz gerecht wird, denn der Aufwand und die Einzigartigkeit des Halloweenevents ist in so knappen Worten gar nicht zu fassen.

Ein Event, das so in seiner Form einzigartig in der Region und nicht nur deshalb lohnenswert ist, denn hinter der Veranstaltung steht sozusagen das ganze Dorf. Zahlreiche Dorfbewohner, Bekannte und Freunde aus den umliegenden Ortschaften beteiligen sich aktiv am Event.

Getragen wird die Veranstaltung deshalb auch von insgesamt zwei Vereinen, dem Sportverein und dem CV „die Dommerschbacher“. Zudem steht die Freiwillige Feuerwehr unterstützend zur Seite. Im kleinen Ort sind viele Bewohner auch in mehreren Vereinen tätig, was die Zusammenarbeit der verschiedenen Vereine untereinander zwar erleichtert, aber den Ausmaß des Engagements, welches hier geopfert wird, in keiner Weise schmälert. Denn der speziell für das Spektakel betriebene Aufwand ist immens. Jeder Erschrecker kommt dabei für seine eigenen Kostüme selbst auf, trotzdem wurde über die Jahre hinweg bereits ein Investment von über 1000 Euro nur für Dekorationsmaterialien aufgewendet. Aber nicht nur in finanzieller Hinsicht unterstützen die Dorfbewohner „Haunted Village“. Insgesamt 73 Erschrecker sind den ganzen Abend auf der Strecke, 10-15 Personen im Organisationsteam fungieren als Ansprechpartner und 30 Dienste sind an dem Abend besetzt; und das ohne Vorbereitung, Auf- und Abbau. Die geschätzte Anzahl an investierten Zeitstunden liegt bei ca. 1500 Stunden. Die Dorfbewohner [haben] das Event so groß gemacht“, berichtet Dennis Racioppi, der mit zu den tragenden Köpfen gehört, ohne sie würde „das so in Mosberg-Richweiler nicht stattfinden können“.

Aus einer eigentlich rein sportlichen Veranstaltung, dem Freundschaftslauf des örtlichen Sportvereins entwickelte sich die Idee vor vier Jahren zu einem Grusellauf über 2.5 km durch den Ort. Damals stand noch der rein sportliche Aspekt im Vordergrund, der nur mit einigen Gruseleffekten, wie Grablichtern und einer Handvoll Erschrecker aufgewertet wurde. Die Reaktion der Dorfbewohner auf diese Neuerung war mehr als positiv. Viele kauften zusätzliche Grablichter und verteilten sie auf der Strecke und auch die Halloweendekoration an den Häusern nahm stark zu. Auch die Rückmeldung war durchweg positiv, weshalb die Veranstaltung im folgenden Jahr ausgebaut wurde. Dabei hat man sich von dem reinen Sportevent wegorientiert, die Strecke gekürzt und als reinen Wanderweg deklariert, um mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, an der Veranstaltung aktiv teilzunehmen. Im dritten Jahr stieg dann die Besucheranzahl im Vergleich zum Vorjahr stark an auf 250 Teilnehmer, was unter anderem auch an der Namensänderung von „Halloweengrusellauf“ zu „Haunted Village“ lag. Im vierten Jahr explodierte die Besucheranzahl auf 700 Teilnehmer was wohl den weitreichenden Werbemaßnahmen und Mundpropaganda geschuldet war. Eine Entwicklung, auf welche die beiden Organisatoren sehr stolz sind. „Wir haben es quasi hinbekommen St. Wendel Konkurrenz zu machen“, erzählt Dennis Racioppi, „das spricht viel für die Veranstaltung und auch das Dorf als Veranstalter des Events“.

Foto: Veranstalter

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