Magnus Jung fordert nationale Kraftanstrengung zur Ausweitung der Impfstoffproduktion

Zu den in dieser Woche angelaufenen Impfungen gegen das Corona-Virus erklärt Dr. Magnus Jung, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses:

„Massenimpfungen sind eine Jahrhundertaufgabe. Es war zu erwarten, dass die Organisation nicht vom ersten Tag an komplett problemfrei funktioniert. Jetzt ist die Erwartung berechtigt, dass das Verfahren schnellstmöglich verbessert wird. Insbesondere an der Informationskampagne muss nachgearbeitet werden. Gerade ältere Menschen aus den priorisierten Gruppen können mit einseitigen digitalen Angeboten nicht ausreichend erreicht werden. Es ist ärgerlich, dass bislang auf eine umfassende Informationskampagne über die Printmedien (Zeitungen, Gemeindeblätter) sowie eine postalische Information der älteren Bürgerinnen und Bürger verzichtet wurde. So besteht die Gefahr, dass so gerade ältere und ärmere Menschen mit wenigen sozialen Kontakten bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden. Hier muss unbedingt nachgesteuert werden, damit es bei der Vergabe von Impfterminen nicht zu einer sozialen Spaltung kommt.“

Jung fordert zudem eine deutliche Ausweitung der Impfstoffproduktion:

„Wenn wir einen dritten oder gar vierten Lockdown verhindern wollen, dann muss bis zum Herbst des Jahres 2021 die Herdenimmunität erreicht sein. Es ist hoch ärgerlich, wenn es zutrifft, dass weniger Biontech-Impfstoff als möglich bestellt wurde und deshalb nun Zeit verloren geht. Ich erwarte jetzt eine vergleichbare nationale Kraftanstrengung wie bei den Wirtschaftshilfen, um alle Möglichkeiten zur Ausweitung der Impfstoffproduktion zu ergreifen. Dafür müssen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Sorge tragen.“

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