Blick auf das vergangene Jahr

Löschbezirk Bierfeld zieht Bilanz mit Nachwuchssorgen

Florian Janowski, Sebastian Alles, Alexander Kuhn, Frank Feid, Jannik Feid, Sebastian Müller, Franz Josef Barth und Thomas Lauer (von links). Foto: Manfred Koch

Im Rückblick auf das vergangene Jahr präsentiert sich die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr im Löschbezirk Bierfeld, Gemeinde Nonnweiler, als eine gut aufgestellte Einheit mit insgesamt 38 aktiven Mitgliedern. Diese Zahl übertrifft deutlich die im Brandschutzbedarfsplan festgelegte Sollstärke von 27, wobei ein Kamerad zur Altersabteilung zählt.

Trotz des Engagements bei der Nachwuchsförderung steht die Jugendfeuerwehr vor Herausforderungen, da lediglich zwei Jugendliche aktiv dabei sind. Dies ist laut LBZ Bierfeld vor allem auf den demografischen Wandel zurückzuführen. Eine positive Entwicklung ist jedoch die Integration von Maja Petry aus der Jugendfeuerwehrgruppe in die Einsatzabteilung im vergangenen Jahr. Seit September 2022 besteht zudem eine erfolgreiche Übungsgemeinschaft mit der Jugendfeuerwehrgruppe des Nachbarlöschbezirks Sitzerath.

Die Hoffnung liegt nun auf der Vorbereitungsgruppe auf Gemeindeebene, in der auch Kinder aus Bierfeld vertreten sind. Möglicherweise können sie in naher Zukunft die Jugendfeuerwehr verstärken. Die Unterstützung des Löschbezirks zeigt sich auch in den 114 fördernden Mitgliedern, was auf eine hohe Wertschätzung in der Gemeinde hindeutet.

Löschbezirksführer Jannik Feid informierte kürzlich in der Jahreshauptversammlung über die positive Entwicklung. Im vergangenen Jahr absolvierte der Löschbezirk insgesamt 14 Einsätze, darunter acht Brandeinsätze, fünf technische Hilfeleistungen und die Beseitigung einer Ölspur. Dies erforderte rund 270 Stunden Einsatzdienst. Zusätzlich wurden 1.010 Stunden für Übungen investiert, neun Lehrgänge auf Gemeindeebene und an der Landesfeuerwehrschule absolviert sowie zahlreiche Arbeitsstunden für Fahrzeug- und Gerätewartung geleistet.

Die Kassenführung von Florian Reisdorf wurde als tadellos bewertet, und der Löschbezirk verfügt aktuell über 28 Atemschutzgeräteträger. Die strukturierte Aufteilung der Federführung in verschiedene Aufgabengebiete sowie ein erarbeitetes Organigramm tragen zur effizienten Organisation des Löschbezirks bei.

Bürgermeister Dr. Franz Josef Barth würdigte im Namen der Gemeinde das vorbildliche ehrenamtliche Engagement trotz der aktuellen Nachwuchssorgen. Ortsvorsteher Thomas Lauer betonte die rege Unterstützung innerhalb der Dorfgemeinschaft und die hervorragende Tagesverfügbarkeit des Löschbezirks im Einsatzdienst.

Kreisbrandmeister Sebastian Alles lobte die starke Präsenz des Löschbezirks in den Fachausschüssen, insbesondere im Bereich Ausbildung. Gemeindewehrführer Alexander Kuhn betonte die gute Zusammenarbeit mit benachbarten Löschbezirken und der Werkfeuerwehr Diehl Defence.

Als Gäste waren der Werkfeuerwehrleiter Alfons Klasen und sein Stellvertreter Christopher Mc Neill anwesend. Klasen prognostizierte angesichts geplanter Erweiterungen der Produktionskapazitäten neue Herausforderungen für Werk- und kommunale Feuerwehr.

Der Löschbezirk Bierfeld blickt vom 24. bis 26. Mai im Rahmen einer Festveranstaltung auf sein 90-jähriges Bestehen zurück. Abschließend wurde Löschbezirksführer Jannik Feid für seinen selbstlosen Einsatz während des Hochwassers 2021 im Ahrtal mit der Fluthilfemedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Weitere Gäste in der Versammlung waren Kreisbrandmeister Frank Feid und der stellvertretende Gemeindewehrführer Florian Janowski.

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