Ein Leben für die Lebenshilfe

Lebenshilfe St. Wendel mit neuem Vorstand: Bernhard Müller lässt Hermann Scharf in große Fußstapfen treten

Hermann Scharf (hintere Reihe, Mitte) tritt in Bernhard Müllers (hintere Reihe, links) Fußstapfen und übernimmt den Vorsitz der Lebenshilfe St. Wendel (Foto: Laura Brill)

Nach 30 Jahren als Vorsitzender der Lebenshilfe St. Wendel, ist Bernhard Müller anlässlich der Neuwahlen im Rahmen der vergangenen Mitgliederversammlung zurückgetreten. Nach einstimmigem Beschluss wurde Hermann Scharf am Montagabend dieses Amt zuteil.

In seinem Grußwort betonte Dr. Magnus Jung (Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit) Müllers Engagement, welches sich über drei Jahrzehnte hinweg für die Lebenshilfe entfaltet habe und die daraus entstandene Entwicklung der Einrichtung. Trotz des großen Wandels sei eines immer gleich geblieben: die Menschlichkeit. Dies zeige sich laut Jung auch auf dem alljährlichen Sommerfest. Vieles davon habe mit Müller selbst zu tun, der im Umgang mit den Menschen stets partnerschaftlich und nicht bevormundend sei. Dennis Meisberger, erster Beigeordneter für Landrat Udo Recktenwald, betonte in seinem Gruß, dass Müller über viele Jahre hinweg das Gesicht der Lebenshilfe war und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft.

Der stellvertretende Vorsitzende Hermann Josef Schmidt dankte Müller für seine jahrelange Arbeit im Vorstand und dafür, dass er auch in Zukunft beratend zur Seite stehen wird. Hermann Scharf trete nun in große Fußstapfen, dieser habe aber auch die passenden Füße dafür, so scherzte Schmidt. Er hob zudem hervor, dass ohne Müllers Engagement die Entwicklung der Lebenshilfe zu dem, was sie heute ist, nicht möglich gewesen wäre.

Auch Hermann Scharf bemühte sich um Worte, die Müllers Engagement und Herzblut für die Lebenshilfe gerecht werden würden. Dies sei jedoch keine einfache Aufgabe. Müllers Arbeit habe dazu beigetragen, dass die Lebenshilfe über die Jahrzehnte hinweg zu einem bedeutenden Verein geworden ist. Durch diese Investition konnte Entwicklung stattfinden. Ein wichtiger Meilenstein sei hierbei die „Entpsychiatrisierung“ von Menschen mit Behinderung gewesen und die Einführung therapeutischer Wohngruppen. Auch die Fortschritte in der Kinder- und Jugendarbeit, der Arbeit mit den Eltern und dem damit einhergehenden Verständnis dafür, dass die Lebenshilfe stets die zweitbeste Lösung für die Menschen mit Behinderung ist, seien die Früchte Müllers Arbeit.

Die Errichtung des neuen Wohnheims, das den Namen Bernhard Müller trägt, würdigt sein jahrelanges Engagement und ist ein weiteres Zeichen dafür, wie wichtig er für die Lebenshilfe ist. Als Ehrenvorsitzender bleibt er dem Vorstand erhalten und wird dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Hermann Scharf betonte nach der Neuwahl in seiner ersten Rede als neuer Vorsitzender des Vereins, dass ohne die Lebenshilfe sein eigener Lebensweg nicht möglich gewesen wäre, da er sie selbst schon seit 30 Jahren mit begleitet. Er möchte in Müllers Fußstapfen treten und mit der gesamten Mannschaft die anstehenden Herausforderungen meistern.

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