Die Kreisstadt St. Wendel will mit der Einführung eines kommunalen Energiemanagements, ihre Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz verstärken. Diese Initiative ist eine Reaktion auf die steigenden Anforderungen, die sich aus den Auswirkungen des Klimawandels und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen ergeben, ebenso wie auf gesetzgeberische und regulatorische Vorgaben.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert die Implementierung und Erweiterung von Energiemanagement-Programmen in Kommunen durch die Kommunalrichtlinie. Der Stadtrat der Kreisstadt St. Wendel hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, einen Antrag auf Fördermittel zu stellen, um den Aufbau und den kontinuierlichen Betrieb eines Energiemanagements zu unterstützen. Dieser Antrag soll Mittel für Infrastruktur- und Personalausgaben umfassen.
In den einzelnen Kommunen des Landkreises St. Wendel laufen derzeit Planungen zur Einführung eines kommunalen Energiemanagements. Die Stadt verfolgt bereits seit vielen Jahren eine aktive Rolle in Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsfragen, was sich unter anderem in ihrer Teilnahme als „Global Nachhaltige Kommune“ und der Auszeichnung als „Wegweisende Zukunftskommune“ zeigt.
Die Einführung eines systematischen Energiemanagements in St. Wendel soll in erster Linie zu Kostensenkungen bei der Wärme-, Strom- und Wasserversorgung kommunaler Gebäude führen. Dies wird eine direkte und dauerhafte Entlastung des kommunalen Haushalts bewirken. Das Energiemanagement wird eine kontinuierliche Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs in den kommunalen Liegenschaften ermöglichen.
Das Programm zielt darauf ab, eine Vielzahl von Aufgaben zu koordinieren, darunter die systematische Erfassung und Überwachung des Energieverbrauchs, die Analyse und Optimierung der Gebäudetechnik, die Überprüfung und Optimierung der Regelungseinrichtungen, die Anpassung der Energiebezugsverträge, die Lenkung von Wartungs- und Installationsbemühungen, die Schulung der Gebäudeverantwortlichen und die Motivierung der Nutzer zu energiesparendem Verhalten.
Die Förderkonditionen für das kommunale Energiemanagement bieten eine Zuschussförderung von 70 Prozent für einen Zeitraum von drei Jahren. Bei finanzschwachen Kommunen wie St. Wendel könnte dieser Zuschuss auf 90 Prozent erhöht werden. Die geförderten Ausgaben decken sowohl Personalkosten (eigenes Personal und Beratungsleistungen externer Fachunternehmen) als auch Infrastrukturkosten (Messtechnik, Kommunikationsinfrastruktur, Software).
Der genaue finanzielle Bedarf wird erst nach Abschluss der Antragsstellung ermittelt.
Der Stadtrat hat den Beschluss zur Umsetzung dieser Maßnahme gefasst, der den Aufbau und die Inbetriebnahme eines kommunalen Energiemanagements in der Kreisstadt St. Wendel vorsieht. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Förderantrag zu stellen, eine zeitlich begrenzte Personalstelle für drei Jahre zu besetzen, den Aufbau des Energiemanagements zu organisieren und den kontinuierlichen Betrieb sicherzustellen.




