Karlsbergliga Saarland: Hasborn holt wichtigen Dreier gegen Friedrichsthal

SC Friedrichsthal – SV Hasborn 2:4 (2:1)
„Wir leben noch!“ so lautete das Fazit von RWH-Trainer Michael Warschburger nach dem wichtigen 4:2-Auswärtssieg gegen den SC Friedrichsthal. Durch den dreifachen Punktgewinn zogen die Rot-Weißen in der Tabelle an der FSG Ottweiler/Steinbach vorbei und verließen damit die Abstiegsränge.

In Friedrichsthal, bzw. in Bildstock, wohin das Spiel kurzfristig verlegt worden war, spielte der SV Hasborn gegen einen Absteiger. Dies war war jedoch mitnichten der Tabellensituation oder der sportlichen Leistungsfähigkeit der Gastgeber, sondern viel eher deren Finanzlage geschuldet. Nach dem Tod des langjährigen Friedrichsthaler Hauptsponsors während dieser Saison kann sich der Verein die Saarlandliga nach eigener Aussage nicht mehr leisten und wird daher freiwillig den Gang in die Bezirksliga antreten.
Sportlich machte Friedrichsthal den Gästen aus dem Nordsaarland jedoch im ersten Durchgang das Leben schwer. Hasborn schloss nahtlos an die Leistung im zweiten Durchgang des Derbys gegen Primstal an, agierte zu passiv und zu verhalten. Schon nach zwei Minuten schepperte der erste Ball der Friedrichsthaler gegen den Pfosten des Gästegehäuses. Eine Viertelstunde später gingen die Gastgeber schließlich in Führung: In Anschluss an einen Standard bekam Hasborn den Ball hinten nicht raus, was Felix Florsch nutzte, um das 1:0 zu erzielen. Nur sechs Minuten später musste RWH-Schlussmann Fabian Schug, der den gesperrten Christian Reiter vertrat, dann erneut hinter sich greifen: Nach einem abgefangenen Abstoß schaltete Friedrichsthal schnell um und erhöhte in Person von Sascha Fess auf 2:0. Doch Hasborn sollte kurz vor der Halbzeit zumindest noch zum Anschlusstreffer kommen. Nachdem RWH-Kapitän Mischa Theobald von Friedrichsthals Julian Weiersbach innerhalb des Sechzehners mit Körpereinsatz gestoppt worden war, zeigte Schiedsrichter Fabian Knoll auf den Punkt. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Johannes Gemmel souverän zum 1:2 aus Sicht der Gäste.

Im zweiten Durchgang präsentierte sich den Zuschauern dann eine ganz andere Hasborner Mannschaft, eine die kämpfte und das Spiel unbedingt noch drehen wollte. Und tatsächlich erzielte Rot-Weiß in der 57. Minute den Ausgleich: Nach einem Hasborner Eckball wurde im Friedrichsthaler Sechzehner Ping-Pong gespielt und am Ende lag auf einmal der Ball im Tor. Trotz diesbezüglicher Unsicherheiten war es am Ende wohl ein Eigentor eines Friedrichsthaler Verteidigers. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften: Fabian Schug bewahrte die Nordsaarländer gleich mehrmals mit tollen Paraden vor einem erneuten Rückstand. In der 74. Minute griff Hasborn dann wieder an: Der starke Johannes Gemmel setzte sich nach Zuspiel von Gabriel Grasmück auf der rechten Seite durch, zog nach innen und beförderte den Ball am chancenlosen Torwart Gessner vorbei per Flachschuss ins lange Eck. Zehn Minuten nach der Hasborner Führung gellte dann erneut ein Pfiff über den Sportplatz: Steffen Hoffmann war im Friedrichsthaler Strafraum klar regelwidrig gestoppt worden und Schiri Knoll entschied erneut auf Elfmeter. Gemmel verwandelte diesen und stellte damit den 2:4-Endstand her.

Trainer Warschburger war nach dem Spiel stolz auf sein Team: „Wir haben heute absoluten Willen gezeigt und gekämpft bis zum Umfallen. Deswegen will ich gegen starken Gegner auch nicht von einem glücklichen, sondern von einem verdienten Sieg sprechen. Jedoch sind die drei Punkte heute nur die Hälfte wert, wenn wir nächste Woche gegen Mettlach nicht nachlegen. Da kommt nochmal ein ganz schönes Stück Arbeit auf uns zu.“ Das Spiel der Rot-Weißen gegen den direkten Konkurrenten SV Mettlach findet am kommenden Samstag um 15:30 Uhr im Hasborner Waldstadion statt.

SC Friedrichsthal: Gessner – Kmoch, Weiersbach, Schlicker, Kannengießer (85. Dahl), Florsch, Ernst, Reinhardt (87. Jachim), Kassel, Boos (75. Peter), Fess

SV Hasborn: Schug – Theobald, Quinten (46. Biehl), Küss, Gemmel, Rauber, Grasmück, N. Wilhelm, Schön (68. Thul), Hoffmann (88. Kamu), Geßner

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