Kardinal Hollerich weiht 33-jährigen Kasteler zum Diakon – Zahlreiche Gäste reisen zur Zeremonie

Foto: Manfred Koch

Ein bedeutender Tag für die Gemeinde Nonnweiler-Kastel: Der 33 Jahre alte Theologe Cedric Latz empfing am 18. Oktober die Diakonenweihe. Die feierliche Zeremonie fand in der Kirche Maria Königin des Friedens im luxemburgischen Bonnevoie statt. Erzbischof Jean-Claude Kardinal Hollerich vollzog die Weihe im Rahmen eines Pontifikalamtes.

Viele Bürger aus Kastel und den umliegenden Ortschaften machten sich auf den Weg nach Luxemburg, um diesem besonderen Ereignis beizuwohnen. Zu den prominenten Gästen zählten der saarländische Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung, Nonnweilers Bürgermeister Dr. Franz Josef Barth sowie der Kasteler Ortsvorsteher Joachim Hahn. Auch zahlreiche Kommilitonen aus Latz‘ Studienzeit in Trier und München waren angereist.

In seiner Ansprache richtete sich Kardinal Hollerich direkt an die mitgereiste Heimatgemeinde: „Ich danke euch, dass ihr Cedric losgelassen habt und er nun bei uns ist und seinen Weg gehen wird. Aber er wird euch nicht gänzlich abhandenkommen, da seine Heimatgemeinde im Saarland und Luxemburg gar nicht so weit voneinander entfernt sind.“

Der neue Diakon war in seiner Heimat vielseitig aktiv: Er engagierte sich in der Freiwilligen Feuerwehr, sang im Kirchenchor und spielte Trompete in der Pfarrkapelle. Entsprechend waren auch Delegationen dieser Vereine und der Feuerwehr bei der Weihe vertreten.

In einem kürzlich geführten Interview erklärte Latz, dass sein Berufungswunsch bereits in der Kindheit wurzele: „Aus der kindlichen Faszination wurde der Ruf Christi, den ich bis heute im Herzen trage“. Besondere Freude bereite ihm, dass er als Diakon bereits Sakramente wie die Taufe spenden dürfe.

Die Wahl des Datums war für den Theologen von symbolischer Bedeutung: Da seine Weihe am Fest des Heiligen Lukas stattfand, wählte er einen Vers aus dem Lukasevangelium als persönlichen Leitspruch. „Brannte nicht unser Herz“ aus der Geschichte der Emmausjünger begleitet ihn seit seiner Erstkommunion. „Dieser Satz zeigt mir, dass Gott sich uns noch heute im Wort der Hl. Schrift und im eucharistischen Brot zu erkennen gibt“, erläuterte der Neugeweihte.

Als Diakon wird Latz künftig bei Eucharistiefeiern assistieren, das Evangelium verkünden und predigen. Außerdem kann er Taufen durchführen, bei kirchlichen Trauungen mitwirken, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste gestalten und die Kommunion austeilen.

Die nächste Station auf seinem geistlichen Weg steht bereits fest: Am 2. Mai 2026 wird Cedric Latz in der Luxemburger Kathedrale zum Priester geweiht. Seine Heimatprimiz feiert er einen Tag später, am 3. Mai 2026, in Kastel.

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