Die Arbeitslosenzahlen im Saarland sind im Oktober erneut leicht zurückgegangen. Wie aus den aktuellen Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, die am 30. Oktober veröffentlicht wurden, hält die saisontypische Herbstbelebung an. Von einer echten Erholung kann jedoch keine Rede sein.
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé zeichnete ein ernüchterndes Bild der Lage. Im Vergleich zum Vorjahr seien im Saarland erneut Arbeitsplätze weggefallen – insbesondere in der Industrie. Schwache Auftragslagen und hohe Standortkosten setzten den Betrieben weiterhin zu. „Das ist besorgniserregend, denn einmal verlorene industrielle Strukturen lassen sich nur schwer wieder aufbauen“, warnte Thomé.
Der IHK-Hauptgeschäftsführer richtete deutliche Forderungen an die Bundesregierung. Diese sei „dringender denn je gefordert, mit marktwirtschaftlichen Reformen die Energie- und Arbeitskosten zu senken und Unternehmen bei Steuern und Abgaben zu entlasten“. Ebenso notwendig seien ein durchgreifender Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungsverfahren. Eine Trendwende am Arbeitsmarkt werde nach Einschätzung Thomés erst dann gelingen, „wenn sich Investitionen am Standort Deutschland wieder rechnen und Unternehmen hierzulande zusätzliche Kapazitäten aufbauen, statt Produktion aus Kostengründen ins Ausland zu verlagern.“




