Ein tragischer Vorfall erschüttert die Gemeinde Weiskirchen: Am Sonntagvormittag wurde ein fünfjähriges Mädchen auf einer Streuobstwiese zwischen Konfeld und Wadern-Morscholz von einem freilaufenden Hund attackiert. Das Tier biss dem Kind ein Ohr ab. Trotz schneller Rettung durch einen Hubschrauber und der Verlegung ins Universitätsklinikum Homburg konnte das Ohr bislang nicht wiedergefunden werden. Die Polizei geht davon aus, dass der Hund es verschluckt hat. Gegen den Halter wird ermittelt.
Die Tierrechtsorganisation PETA reagierte umgehend auf den Vorfall und fordert die saarländische Landesregierung auf, endlich einen verpflichtenden Hundeführerschein einzuführen. Dieser soll durch Theorie- und Praxisschulungen dafür sorgen, dass Halter den Umgang mit Hunden besser verstehen und potenziell gefährliche Situationen vermeiden können.
PETA verweist auf eine repräsentative Umfrage aus dem Jahr 2023, laut der 68 Prozent der Deutschen einen solchen Nachweis befürworten. Bereits in Niedersachsen und Berlin gibt es entsprechende Regelungen. Städte wie München und Mannheim belohnen die Teilnahme mit Steuererleichterungen.
Ein Hundeführerschein könne nicht nur Unfälle verhindern, sondern auch unüberlegte Anschaffungen vermeiden – ein Schritt, der sowohl Mensch als auch Tier zugutekommt.



