Mit einer kleinen Feierstunde auf dem Dorfplatz in der Kuseler Straße hat der Heimatverein Eitzweiler das zehnjährige Bestehen des örtlichen Bücherfensters gefeiert. Die Vorsitzende Sabine Linn begrüßte zahlreiche Heimatfreunde zu dem Jubiläum. Seit einem Jahrzehnt werden an der Tauschstation hinter dem Dorfbrunnen Bücher gebracht, mitgenommen und getauscht – kostenlos und unkompliziert.
Die stellvertretende Ortsvorsteherin und stellvertretende Heimatvereinsvorsitzende Angelique Machnik erinnerte in ihrer Laudatio an die Anfänge: „Wenn wir heute auf dieses Bücherfenster schauen, sehen wir etwas, das für viele inzwischen ganz selbstverständlich zu unserem Dorfplatz gehört. Doch vor zehn Jahren musste erst einmal jemand die Idee dazu haben – und Menschen finden, die bereit waren, daraus Wirklichkeit werden zu lassen.“ Die Idee stammte von Vorstandsmitglied Gunter Cloos, der das Projekt mit großem Engagement vorantrieb. An der Umsetzung waren außerdem Dieter Becker, Frank Cloos, Walter Harth Senior und Bernd Litz beteiligt. Für den damals noch jungen Heimatverein war das Bücherfenster bereits das dritte erfolgreich abgeschlossene Projekt innerhalb eines Jahres – nach einem Grenzsteinreplikat und einer Gefallenentafel.
Auch Ortsvorsteher Gerald Linn unterstützte das Vorhaben und bezeichnete das Bücherfenster als Aufwertung des Dorfplatzes. Gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Karl-Josef Scheer wurde bei einem Ortstermin der Standort hinter dem Dorfbrunnen an der Kuseler Straße festgelegt. Rückblickend könne man sagen, dass es der richtige Platz gewesen sei, so Machnik.
Das Prinzip ist bis heute denkbar einfach: Wer ein ausgelesenes Buch hineinstellt, darf sich dafür ein anderes mitnehmen. Unzählige Bücher sind in den vergangenen zehn Jahren durch das Fenster gewandert. Darüber hinaus steht die Einrichtung für das, was ein Dorf ausmacht – Teilen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas erhalten, von dem alle profitieren.
„Dass wir heute das zehnjährige Bestehen feiern können, verdanken wir deshalb nicht nur den Menschen, die das Bücherfenster damals geplant, finanziert und gebaut haben. Unser Dank gilt auch all denen, die es in den vergangenen zehn Jahren genutzt, gepflegt und immer wieder mit neuen Büchern gefüllt haben. Vielleicht etabliert sich der Termin für das nächste Jahr zum 11. Geburtstag“, so die stolze Vorsitzende Sabine Linn.




