Am gestrigen Sonntagmorgen löste ein Großbrand im Nelkenweg in Oberkirchen einen umfangreichen Feuerwehreinsatz aus. Die Bewohner des betroffenen Hauses konnten sich selbstständig retten und blieben unverletzt. Bei den Löscharbeiten erlitten jedoch drei Feuerwehrangehörige Verletzungen.
Der Notruf erreichte die Feuerwehr um 9.12 Uhr. Als die ersten Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, loderten bereits Flammen aus dem Dachstuhl. Die Einsatzleitung forderte sofort zusätzliche Kräfte an. Zur Verstärkung rückten unter anderem eine zweite Drehleiter und ein Teleskopmastwagen der Bosch-Werksfeuerwehr aus Homburg an. „Wir haben parallel von innen und von außen gelöscht“, erklärte Feuerwehrsprecher Lukas Becker. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter Atemschutz und mussten sich aufgrund der extremen Bedingungen regelmäßig ablösen lassen.
Bis zum Nachmittag waren etwa 150 Helfer vor Ort im Einsatz. Das Hauptziel bestand darin, ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile zu verhindern und den Brand einzudämmen. Ein verletzter Feuerwehrmann wurde ins Krankenhaus eingeliefert, zwei weitere erhielten vor Ort medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Brandermittler sollen den Fall übernehmen und den Brandort untersuchen, sobald dies möglich ist. Der Sachschaden könnte sich auf mehrere hunderttausend Euro belaufen. Die Polizei führte bereits erste Befragungen durch, veröffentlichte jedoch noch keine offizielle Mitteilung zu dem Vorfall.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Oberkirchen, Freisen, Grügelborn, Haupersweiler, Asweiler-Eitzweiler, Reitscheid, Hasborn-Dautweiler mit dem Gerätewagen Atemschutz, St. Wendel Kernstadt mit einer Drehleiter, Bosen-Eckelhausen mit einer weiteren Drehleiter, die Werkfeuerwehr der Firma Bosch aus Homburg mit einem Teleskopmast, sowie Einheiten des Katastrophenschutz Landkreis St. Wendel (Hygiene, Drohne)
Darüber hinaus waren mehrere Ortsvereine des DRK vor Ort. Die Versorgung der Einsatzkräfte wurde durch den Verpflegungszug, bestehend aus Einheiten des DRK und der Malteser Hilfsdienst, sichergestellzzt. Außerdem waren Einheiten des THW im Einsatz. Ergänzend waren der Rettungsdienst sowie die Polizei vor Ort.



