Das Saarland steht vor einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad. Nach einem bereits sehr warmen Juni warnt das Saarländische Gesundheitsministerium nun vor erheblichen gesundheitlichen Risiken und fordert die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf.
Bei extremer Hitze drohen dem menschlichen Körper ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr schwerwiegende Folgen. Der Verlust wichtiger Salze und Mineralien kann im schlimmsten Fall zu Kreislaufversagen oder lebensbedrohlicher Austrocknung führen. Als besonders gefährdet gelten Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere und vorerkrankte Menschen. Bei älteren Personen transportiert das Herz-Kreislauf-System die Körperwärme nicht mehr so effektiv zur Hautoberfläche, wodurch sich das Risiko für Hitzeerkrankungen deutlich erhöht.
Angehörige von Risikogruppen sollten täglich Kontakt zu gefährdeten Personen aufnehmen und dabei auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, kühlende Maßnahmen und sachgerechte Medikamentenlagerung achten. Bei Symptomen wie Verwirrtheit, Fieber über 39 Grad, Bewusstseinstrübung oder wiederholtem Erbrechen muss umgehend der Notruf 112 gewählt werden.
Auch Arbeitgeber tragen Verantwortung für den Hitzeschutz ihrer Beschäftigten, da extreme Temperaturen die Arbeitsleistung erheblich beeinträchtigen können. Gesetzlich vorgeschrieben sind Schutzmaßnahmen wie flexible Arbeitszeiten, Beschattung, ausreichende Getränkeversorgung und Belüftung, die sich aus der Arbeitsstättenregel ASR A3.5 ergeben.
Das Gesundheitsministerium empfiehlt zur Bewältigung der Hitzeperiode mehrere wichtige Verhaltensregeln: Regelmäßiges Trinken von Wasser oder ungesüßtem Tee, auch ohne Durstgefühl, körperliche Anstrengungen in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen und leichte Mahlzeiten mit Obst, Gemüse und fettarmen Gerichten zu bevorzugen.
Zur Kühlung der Wohnung sollten Bürger nur in den frühen Morgenstunden lüften und tagsüber Fenster sowie Rollläden geschlossen halten. Im Freien sind Kopfbedeckung, Sonnenbrille, luftige Kleidung und Sonnenschutzmittel unverzichtbar. Als temporäre Zufluchtsorte bieten sich klimatisierte öffentliche Räume wie Bibliotheken, Einkaufszentren oder spezielle Kälteräume an.
Ausführliche Informationen und weitere Verhaltenstipps stellt das Land unter www.saarland.de/hitzetipps zur Verfügung.



