Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Nohfelden wurde im vergangenen Jahr zu insgesamt 100 Einsätzen alarmiert. Bei diesen Schadensereignissen konnten die ehrenamtlichen Helfer 19 Menschen retten, für zwei Personen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Im Durchschnitt rückten die Feuerwehrleute zweimal wöchentlich aus, um der Bevölkerung in Notlagen beizustehen.
Die Einsatzstatistik zeigt unterschiedliche Entwicklungen: Während die Anzahl der Brände mit 30 Fällen auf dem Vorjahresniveau blieb, verdoppelte sich die Zahl der Fehlalarme nahezu auf 27. Positiv wirkte sich aus, dass keine größeren Naturereignisse auftraten – die Einsätze im Bereich der Technischen Hilfeleistung gingen deutlich auf 43 zurück.
Ein zunehmendes Problem stellt die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte während der Arbeitszeiten dar. Viele der 326 aktiven Feuerwehrangehörigen arbeiten nicht mehr an ihrem Wohnort und stehen tagsüber nur eingeschränkt zur Verfügung. Trotz eines leichten Anstiegs um vier Personen im aktiven Dienst sieht die Gemeinde Handlungsbedarf. Neben mehreren Quereinsteigern wechselten acht Jugendliche aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung. Zur Unterstützung der Ehrenamtlichen wurden zwei hauptamtliche Gerätewarte eingestellt, die sich insbesondere um wiederkehrende Prüfungen kümmern.
Besonders besorgniserregend entwickeln sich die Mitgliederzahlen im Nachwuchsbereich. Mit 99 Kindern und Jugendlichen erreichte die Jugendfeuerwehr den niedrigsten Stand seit 1997, als noch nicht alle Löschbezirke über eigene Jugendgruppen verfügten. Das entspricht einem Rückgang um 21 Personen. Auch die Feuerwehr-AG an der Grundschule verzeichnete mit 42 Kindern einen Verlust von zwölf Teilnehmern. Die Alters- und Ehrenabteilung wuchs dagegen leicht auf 80 Mitglieder.
Die Gemeinde treibt mehrere Bauvorhaben zur Modernisierung der Feuerwehr-Infrastruktur voran. Nach mehrjähriger Planung sollen im Frühjahr die Erweiterungsarbeiten am Gerätehaus in Wolfersweiler beginnen. Eine temporäre Fahrzeughalle für die Bauzeit wurde bereits errichtet. In Selbach ist der Spatenstich für ein neues Gerätehaus geplant, das den künftigen Löschbezirk Obere Nahe beherbergen wird – dieser entsteht durch die Zusammenführung der Löschbezirke Neunkirchen/Nahe und Selbach.
Die Planungen für zwei weitere Neubauten laufen noch: Ein Gerätehaus für den Löschbezirk Mitte, der aus den ehemaligen Löschbezirken Gonnesweiler, Türkismühle und Walhausen hervorging, sowie eines für den Löschbezirk Nohfelden. Am Standort Bosen-Eckelhausen wurden die Außenanlagen im zweiten Bauabschnitt fertiggestellt.
Bei der Fahrzeugbeschaffung wurde ein neuer Mannschaftstransportwagen für den Löschbezirk Mitte angeschafft, dessen Ausbau in den kommenden Wochen erfolgt. Außerdem läuft die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs LF 10 für den Löschbezirk Mitte sowie eines Mittleren Löschfahrzeugs für Eiweiler. Diese ersetzen zwei über 30 Jahre alte Einsatzfahrzeuge.



