Der Friedhof in Bliesen erweitert sein Bestattungsangebot um eine naturnahe Alternative. Seit wenigen Wochen können Verstorbene in Form einer Baumbestattung ihre letzte Ruhe finden. Die CDU-Stadtratsfraktion hatte diese Neuerung angeregt, um die Friedhofskultur in der Kreisstadt St. Wendel weiterzuentwickeln.
Bei dieser Bestattungsart wird die Asche des Verstorbenen in einer Urne direkt im Wurzelbereich eines speziell ausgewählten Baumes beigesetzt. Anders als bei traditionellen Gräbern gibt es keine Grabsteine oder Einfassungen. Der Baum selbst dient als natürliches Erinnerungsmal. Diese Form der Beisetzung kommt dem Wunsch vieler Menschen nach einer schlichten und pflegefreien Grabstätte entgegen.
Der Beigeordnete der Kreisstadt St. Wendel, Alexander Zeyer, besichtigte zusammen mit dem Ortsvorsteher Wolfgang Theis und Vertretern der CDU Bliesen die neue Anlage. Die Gestaltung der Baumbestattungsfläche entspricht den gewandelten Vorstellungen vieler Bürger von einer würdevollen letzten Ruhestätte.
Die Zahl der Urnenbestattungen nimmt seit Jahren zu. Neben bereits vorhandenen Urnenstelen stellt die Baumbestattung eine weitere individuelle Möglichkeit dar. Die Angehörigen müssen sich nicht um die Grabpflege kümmern, da die gesamte Anlage gärtnerisch betreut wird.
„Wir sehen, dass sich die Wünsche rund um Bestattungen verändern. Viele Menschen suchen nach einer naturnahen, schlichten und zugleich würdevollen Form des Abschieds. Mit der Baumbestattung schaffen wir ein zusätzliches Angebot, das genau diesen Bedürfnissen entspricht und unseren Friedhof zukunftsfähig weiterentwickelt“, erläutert Alexander Zeyer die Beweggründe für die Einführung.
Ortsvorsteher Wolfgang Theis zeigt sich ebenfalls zufrieden mit der Neuerung: „Die neue Anlage ist eine echte Bereicherung für unseren Friedhof in Bliesen. Sie ist ruhig gelegen, harmonisch gestaltet und bietet Angehörigen einen besonderen Ort der Erinnerung. Es ist gut, dass wir diese Möglichkeit jetzt auch vor Ort anbieten können.“
Wer sich für eine Baumbestattung interessiert, kann sich bei den örtlichen Bestattungsunternehmen oder bei der Friedhofsverwaltung informieren.



