Erstes Autobahnschild lädt in den Nationalpark ein

Wer dieser Tage die Autobahn A1 aus Trier in Richtung Saarbrücken gefahren ist, hat es womöglich schon gesehen: Das erste große braune Schild der „touristischen Autobahnbeschilderung“ für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald steht.

Das Motiv ist eine stilisierte Form eines alten Baums mit einem sehr starken Totholzast. Nicht fehlen darf das Logo des Nationalparks, die „Keltenkatze“. „Der Kern des Nationalparks ist der wilde Wald, die imposante Natur. Dieses Bild spiegelt das Schild wider“, so Harald Egidi, Leiter des Nationalparkamtes. „Die Menschen, die bisher nur am Nationalpark vorbeigefahren sind, sollen so eingeladen werden, den Nationalpark zu entdecken.“

Das Schild ist für Reisende nicht nur Orientierungshilfe sondern auch ein wichtiger Impulsgeber, sich zumindest über den Nationalpark zu informieren. „Und für diejenigen, die jeden Tag an dem Schild vorbeifahren, ist eine alltägliche Einladung. Auch sie sollen uns besuchen kommen“, so Dr. Egidi.

Bereits nach 100 Tagen wurde gefragt, wo die Schilder bleiben. „Ich wage zu behaupten, dass es noch keinen Nationalpark gegeben hat, bei dem die Schilder so kurz nach der Gründung standen. Es hätte keiner gedacht, was das für ein Kraftakt ist“, erklärt Egidi. Im Schwarzwald, dessen Nationalpark ein Jahr Vorsprung hat, steht bis heute kein Schild an den Autobahnen oder Bundesstraßen. Im 2009 gegründeten Biosphärengebiet Bliesgau stehen sie auch erst seit diesem Jahr. So konnte auch erst eine touristische Tafel gestellt werden. Auf der A 62 in Fahrtrichtung Trier konnte von der Autobahnmeisterei Landstuhl noch nicht aufgestellt werden, weil die Lieferung des Schildes noch nicht erfolgt ist.

Trotzdem: Es geht Schritt für Schritt voran. Für wesentlicher erachtet Dr. Egidi, dass die Kernprodukte des Nationalparks stimmen. Neben der Moorrenaturierung und der „Pflege“ des Parks gehört auch ein attraktives Programm beispielsweise für Familien, Kinder und Jugendliche dazu. „Und genau daran arbeiten wir jeden Tag.“

Kommunale Nationalparkversammlung und die Umweltministerien waren bei der Erstellung des Motivs eingebunden. „Wer den Ort sucht, den das Motiv bildet, wird lange suchen. Mittlerweile ist der große, schwebende Ast der Schwerkraft gefolgt. Er liegt am Boden. Auch das gehört zum Nationalpark. Einfach mal Natur Natur sein lassen“, so Egidi abschließend.

Foto: Nationalpark

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Blätterbarer Katalog 2026 mit 44 Seiten:

Weitere Informationen zu den neuen „Gudd-Zweck-STERNZEICHEN-ETIKETTEN“ finden Sie hier:
https://www.gudd-zweck.de/fyi/ho-roos-kop/