EmC² Saar e.V. stattet Bienenstöcke mit Sensoren aus

Die Gemeinschaftsschule Theley erhielt kürzlich Besuch vom EmC² Saar e.V., der den Schülern der Bienen-AG ein innovatives Projekt zur digitalen Überwachung von Bienenstöcken präsentierte. Bei einem praxisorientierten Outdoor-Workshop demonstrierte ein Vereinsvertreter, wie moderne Sensortechnik mit Umweltbildung verknüpft werden kann.

Das vorgestellte System arbeitet mit Sensoren, die kontinuierlich wichtige Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Gewicht im Bienenstock messen. Die gesammelten Daten werden anschließend über eine digitale Plattform ausgewertet und grafisch dargestellt. Dadurch erhalten die Schüler einen direkten Einblick in die Bereiche Datenanalyse und Umwelttechnik.

Ein besonderer Fokus lag auf der praktischen Anwendung mathematischer Kenntnisse. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit der Frage: „Warum lerne ich eigentlich Kurvendiskussionen in der Schule?“ Anhand der Temperatur- und Gewichtsdaten aus dem Bienenstock konnten typische Tagesverläufe und saisonale Schwankungen mathematisch beschrieben werden. Dabei kamen Funktionen, Ableitungen und Extremwerte zum Einsatz, was den Schülern verdeutlichte, dass Kurvendiskussionen ein praktisches Werkzeug zum Verständnis des Bienenvolk-Verhaltens darstellen.

Auch informatische Aspekte wurden behandelt: Die Analyse von Audiodaten aus dem Bienenstock stand im Mittelpunkt, da das Summen der Bienen Aufschluss über ihren Zustand gibt. Mittels Fourier-Analyse lassen sich Frequenzmuster identifizieren, die auf Schwarmverhalten oder Stress hinweisen. Dies demonstrierte eindrucksvoll, wie Mathematik und Signalverarbeitung in der Naturbeobachtung eingesetzt werden.

Die Schüler zeigten großes Interesse und stellten zahlreiche Fragen zur praktischen Umsetzung sowie zu den Möglichkeiten eigener Aktivitäten. Besonders begeistert waren sie von der Verknüpfung von Technik, Natur und Nachhaltigkeit.

Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Smart Cities Projekt St. Wendel sowie den Imkern aus Primstal. Der Verein sieht den Besuch als gelungenes Beispiel dafür, wie außerschulische Lernorte gemeinsam mit Schulen junge Menschen für Zukunftsthemen sensibilisieren können. Weitere Kooperationen sind geplant.

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