Dr. Walter Bruch Schule wird erste „Grenzenlos“ Schule im Saarland

Woher kommen eigentlich die Bananen, die wir im Supermarkt kaufen? Wie geht es den Menschen vor Ort? Wie teilen sich die Kosten der Bananen auf die unterschiedlichen Teilschritte -von Baum zu mir in die Gemüseschale- eigentlich auf? Alles Fragen, mit denen sich Schüler der Dr. Walter Bruch Schule im Zuge einer Lehrkooperation mit World University Service (kurz WUS) beschäftigten. Deshalb wurde die Schule nun auch im Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ als „Grenzenlos“-Schule ausgezeichnet.  „Grenzenlos“ ist ein Projekt des World-University-Service (WUS) und wird gefördert aus Mitteln der beteiligten Länder Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Damit ist sie die erste Schule im Saarland, die diese Auszeichnung trägt. 



Das Projekt Grenzenlos setzt sich für nachhaltige Entwicklung in beruflichen Schulen ein. Es geht darum Globalisierungsthemen und die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN lebensnah und verständlich zu vermitteln. Dafür kommen Studierende aus Afrika, Asien, und Lateinamerika als Lehrpartner an die Schulen und berichten aus erster Hand wie sich Globalsierung in ihren Herkunftsländern auswirkt. So sollen die Schülerinnen und Schüler der besuchten Klassen lernen, wie sich ihre beruflichen, aber auch privaten Entscheidungen in Deutschland auf die Lebensumstände woanders in der Welt auswirken. Seit Anfang 2019 sind bereits 9 solcher Lehrkooperationen an den Dr. Walter Bruch Schulen durchgeführt worden. Doch damit soll nicht genug sein. Nicht nur, dass Dr. Kambiz Ghawami und Alexandra Samokhvalova, bereits ankündigen in Zukunft öfter nach St. Wendel zu schauen, auch von Seiten der Schule freut man sich bereits auf weitere spannende Schulstunden im Projekt. Darauf weisen auch die Motivationskärtchen der Schüler hin, auf die Schulleiter Hubert Maschlanka in seiner Rede eingeht: „Komm hierher, aber bleib nicht stehen oder sitzen, das nächste Ziel wartet bereits! Und so ist die Zertifizierung mit der Plakette heute auch eine Absprungbasis für neue Ziele in unserer nachhaltigen Arbeit.“ 



Dass die Schule aber keineswegs erst am Anfang dieser Arbeit ist würdigt auch Landrat Udo Recktenwald „ein Thema wie dieses ist absolut prägend und passend und wird dem Engagement der Schule in vielen zukunftsorientierten Bereichen auch gerecht.“ Nachhaltige Bildung und Entwicklung sind auch im gesamten Landkreis keine neuen Themen. So befindet man sich schon auf dem Weg zum fairen Landkreis, betreibt nachhaltige Regionalentwicklung, verschreibt sich dem Klimaschutz, beschäftigt sich im Bildungsnetzwerk auch mit den Themen Heimat und Identifikation und möchte soziale Gerechtigkeit ausbauen. Als Schule in einem solchen Landkreis bieten sich daher Projekte zur Nachhaltigkeit in jedem Fall an. Und als solches macht es das Grenzenlos-Projekt den Schülerinnen und Schülern besonders leicht, zu erkennen, welche Auswirkungen ihr Handeln hat. „Durch die Akteure, die aus den verschiedenen Ländern kommen, werden die Schülerinnen und Schüler dazu bewegt, hierbei auch die Perspektiven zu wechseln, sich in die Personen hineinzuversetzen und zu überlegen, wie die, die Nachhaltigkeitsthemen erleben, wie erleben die unser Land und meine Heimat? Diese Diskussion stelle ich mir sehr befruchtend vor“, lobt die Bundestagsabgeordnete Nadine Schön das Projekt. 

Dass diese Diskussion auch wirklich gut ist, konnte auch Lehrerin Carmen Spieß erkennen, die das Projekt an der Dr. Walter Bruch Schule initiierte und dabei feststellt, dass „“Grenzenlos“ grenzenlose Begegnungen möglich [macht]. Begegnungen mit Menschen aus der ganzen Welt, Begegnungen mit Themen, die uns alle berühren und uns alle was angehen. Dafür ist das Projekt genau richtig und wichtig.“ 

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