Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel war gestern in St. Wendel zu Gast

Rund 4.000 Besucher versammelten sich gestern auf dem St. Wendeler Schlossplatz, um bei diesem Ereignis dabei zu sein: Bundeskanzlerin Angela Merkel kam nach St. Wendel.

Die Glocken der Basilika schallten durch St. Wendel, während Angela Merkel ihren Weg von der Oberstadt zum Schlossplatz, der nahezu komplett von einer überdachten Arena bedeckt war, voranschritt. Noch bevor die CDU-Chefin zu Wort kam, wurde sie mit tosendem Applaus von der Menschenmenge gefeiert. Volksnah und freundlich gab sie ihre Lobeshymnen, die allen voran Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Innenminister Klaus Bouillon (beide CDU) galten, zum Besten. Sie scherzte über die Größe des kleinsten Bundeslandes Deutschlands, ernannte Klaus Bouillon, der dafür bekannt ist, sich nach offiziellen Terminen hinter den Schwenker zu begeben und Bratwürste zu wenden, zum „saarländischen Grillmeister“ und bedankte sich bei allen Anwesenden für die Unterstützung. Das Publikum war begeistert von ihr, applaudierte, feierte sie und war stolz, die Bundeskanzlerin in der Kreisstadt willkommen heißen zu dürfen. Für die CDU Saar ein Wahlkampfabschluss nach Maß.

Aber auch ernste Themen sprach die Bundeskanzlerin an. So beispielsweise die Entscheidung des Saarlandes, aus dem Steinkohlebergbau auszusteigen. Sie erläuterte, wie Annegret Kramp-Karrenbauer es selbst in ihrer Familie erlebt bzw. erlitten habe, sprach allerdings auch davon, dass im Saarland durch diesen Schritt im Laufe der Zeit etwas Neues entstanden sei. „Daraus sind Automobilfirmen entstanden und größer geworden. Daraus ist eine große Konferenz – der IT Gipfel im November 2016 in Saarbrücken – entstanden, bei der alle, die gekommen sind, gestaunt haben, was sich um die Saarbrücker Universität entwickelt hat, wie das Saarland in der Digitalisierung deutsche Fortschrittsgeschichte schreibt“, so Merkel. „Aus den alten Traditionen sind neue Traditionen geworden und so muss es weitergehen“, erklärte sie weiter.

Natürlich ging es im Hinblick auf die Landtagswahl im Saarland am Sonntag auch wahlkämpferisch zu. In ihrer ca. 20-minütigen Ansprache teilte sie ordentlich gegen den politischen Gegner aus. So sprach sie von der inneren Sicherheit im Allgemeinen, lobte Innenminister Klaus Bouillon in höchsten Tönen für die Arbeit, die er für das Saarland geleistet habe und ging dann über zur inneren Sicherheit in Nordrhein-Westfalen, wo ein rot-grünes Bündnis regiere. Dort seien deutschlandweit 38 Prozent aller Wohnungseinbrüche bei einem Einwohneranteil von 22 Prozent zu verzeichnen.

Merkels Besuch in St. Wendel läutete den Wahlkampfendspurt der CDU ein. Ihr großes Anliegen: jeder soll am Sonntag wählen gehen. „Es kommt in der Demokratie auf jede Stimme an! Nutzen Sie ihr Wahlrecht und erfüllen Sie unsere Demokratie mit Leben. Denn es ist für viele Menschen auf der Erde nicht selbstverständlich, wählen zu gehen.“

Angela Merkel mit Bürgermeister Peter Klär
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