Mit einem offenen Brief auf facebook wendet sich die Seeverwaltung am Bostalsee an die sogenannte Nordsaarjugend (Fans 1. FC Saarbrücken). Anlass sind Schmierereien und Fan-Aufkleber, die rund um den See an Wänden, Stromkästen und Verkehrsschildern angebracht wurden.
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In der Botschaft spricht das Bostalsee-Team direkt die Leidenschaft junger Fans für ihren Verein an, mahnt jedoch zu mehr Verantwortung im öffentlichen Raum. Besonders kritisch sieht die Verwaltung das Bekleben oder Besprühen von Verkehrszeichen. Verdeckt oder schlecht lesbare Schilder könnten zu gefährlichen Situationen führen. „Schilder sind keine Leinwand“, heißt es in dem Schreiben.
Zudem weist die Seeverwaltung darauf hin, dass Graffiti und Aufkleber nicht nur das Ortsbild beeinträchtigen, sondern auch Kosten verursachen. Die Reinigung müsse aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Gelder, die andernorts benötigt würden, fehlten dann an anderer Stelle.
Gleichzeitig bietet das Team Alternativen an. Genannt werden legale Flächen für Street Art, gemeinsame Fanaktionen mit Vereinen, kreative Banner oder digitale Formate wie Fanvideos und Social-Media-Projekte. Auch Cleanup-Aktionen werden vorgeschlagen, um Verantwortung zu zeigen und das eigene Image zu stärken.
Der offene Brief endet mit einem Appell: Leidenschaft solle mit Stil und Verantwortung ausgedrückt werden. Die Seeverwaltung signalisiert Gesprächsbereitschaft und betont, man habe „ein großes Herz für Kunst“, sofern gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeitet würden.



