Baltersweiler: Neujahrsempfang der Kreis – SPD mit Kurt Beck

Baltersweiler. Prominenter Besuch zum Neujahrsempfang der Kreis – SPD am vergangenen Sonntag. Kurt Beck, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, ehemaliger Bundesvorsitzender der SPD und heutiger Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung war Ehrengast und Hauptredner der Veranstaltung.

Eröffnet wurde der Empfang durch Dr. Magnus Jung, MdL und Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes St. Wendel. In seiner Eröffnungsrede ging er auf die Herausforderungen ein, die das Jahr 2018 mit sich bringen wird. Die Rede war von vielen Veränderungen, ob Klimaentwicklung, die Wirtschaft mit der Digitalisierung oder die Entwicklung in der Medienlandschaft. Es gäbe viele Menschen, die ihr jetziges Leben durch die kommenden Veränderungen bedroht sähen. So glaubt auch Jung „wir werden diese Veränderungen nur gestalten können, wenn es bei uns sozial gerecht zugeht.“ Soziale Gerechtigkeit – das bedeutet für ihn eine Lebensstandard sichernde Rente, eine bestmögliche gesundheitliche Versorgung für alle, unabhängig von der Frage des Geldbeutels, Armutsbekämpfung und möglichst kostenfreier Zugang zu einer guten Bildung für alle Menschen in diesem Land.

Auch kommunalpolitisch kann sich einiges verändern. So sprach Jung davon, dass die Auswahl der Lokalität für den Neujahrsempfang kein Zufall wäre. Der Ortsvorsteher von Baltersweiler, Sascha Hilpüsch, kandidiert für die Bürgermeisterwahl von Namborn am 27. Mai. Er hat sich entschieden, als Einzelbewerber ins Rennen zu gehen. Auch wenn er sagt, er sei schon immer Sozialdemokat gewesen und würde es auch bleiben. Für den fünffachen Familienvater steht ganz klar die Gemeinschaft im Vordergrund. Mit allen gemeinsam will er Namborn weiter voranbringen. Er selbst sieht es sportlich. Der langjährige Fußball-Jugendtrainer will „trainieren, um nach der Bürgermeisterwahl als Sieger hervorzugehen.“

Ein weiteres, bewegendes Thema ist die mögliche Große Koaltion. So kam Jung zu dem Ergebnis des Sondierungspapieres zu sprechen. Als „mäßig“ bezeichnete er es. Dennoch gäbe es viele gute und sehr gute Punkte, wo Vereinbarungen getroffen wurden, die Deutschland in den nächsten Jahren besser und gerechter machen würden. „Es kann gut werden, es kann aber auch scheitern.“, äußerte sich Jung zur Großen Koaltion. „Letztendlich entscheiden bei der SPD darüber die Mitglieder.“

Wenig überzeugt hingegen zeigte sich Festredner, Kurt Beck. „In den zurückliegenden Jahren hat die SPD mit ihrer Politik viel erreicht, ist aber von den Wählern abgestraft worden“, so der ehemalige Bundesvorsitzende der SPD. Das Sondierungspapier gefällt auch ihm nicht zu hundert Prozent. „Wir lassen Deutschland aber nicht hängen.“

In seiner einstündigen Rede thematisierte er auch den Mittelstand. Zu hohe Mietpreise, schlechte Steuerpolitik, damit drohen, nach Beck, die Menschen aus der Mitte der Gesellschaft wegzurutschen. Es gälte nun, den Mittelstand zu stärken.

Zuletzt befasste er sich mit der Flüchtlingspolitik. „Ich will das Thema Zuwanderung nicht überspringen. Ich weiß, wie spaltend dieses Thema ist.“ Er beschrieb, wie er von manchem Leid erfahren hat und welch furchtbare Haltung eine „lass sie doch im Mittelmeer ersaufen“- Politik dem gegenüber sei. „warum sollen die Leute nicht arbeiten? Und wer die Spielregeln missachtet, der hat seinen Aufenthalt verwirkt“, so Beck. Für eine geordnete Zuwanderung sei das Sondierungspapier sehr hilfreich. Jetzt liegt es auch an der SPD, Verantwortung zu übernehmen und sich den Herausforderungen zu stellen.

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