Entwicklung im Saarland
Insgesamt waren im September im Saarland 34.021 Menschen arbeitslos gemeldet, 274 weniger als im August. Die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen lag leicht unter dem Vorjahreswert (minus 499 bzw. 1,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – lag wie im Vormonat bei 6,5 Prozent. Im September 2021 hatte sie ebenfalls 6,5 Prozent betragen.
Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich
Landkreis St. Wendel: 3,8 Prozent
Landkreis Merzig-Wadern: 4,3 Prozent
Saarpfalz-Kreis: 4,5 Prozent
Landkreis Saarlouis: 5,3 Prozent
Landkreis Neunkirchen: 7,1 Prozent
Regionalverband Saarbrücken: 9,2 Prozent
Entwicklung im Landkreis St. Wendel
Im September wurden im Landkreis St. Wendel insgesamt 1.789 Arbeitslose gezählt. Die Zahl ist gegenüber August um 26 bzw. 1,4 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 152 Arbeitslose mehr gemeldet (plus 9,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag im aktuellen Monat bei 3,8 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und 0,4 Prozentpunkte über dem des Vorjahres.
Die Bewegungsdaten, die die Zugänge in und die Abgänge aus Arbeitslosigkeit bewerten, geben wichtige Hinweise zur Dynamik am Arbeitsmarkt. Im September meldeten sich 109 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, 54 weniger als im August und 23 weniger als im September des Vorjahres. Parallel dazu haben im aktuellen Monat 134 Personen eine neue Arbeitsstelle angetreten und konnten ihre Arbeitslosigkeit dadurch beenden. Das waren 26 mehr als im Vormonat und 48 weniger als im Vorjahresmonat.
Im September waren 888 Frauen und 901 Männer arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg zum Vorjahr von 18,9 Prozent bei den Frauen und 1,2 Prozent bei den Männern. 80 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren unter 25 Jahre alt. Gegenüber dem Vorjahr gab es bei dieser Personengruppe einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 2,6 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag im aktuellen Monat bei 694. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent reduziert. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im September 466. Gegenüber September 2021 ist dies ein Rückgang um 16,2 Prozent.
Blick auf die Rechtskreise
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, die in der Zuständigkeit der Agentur für Arbeit Saarland liegt, waren im aktuellen Monat 706 Personen arbeitslos gemeldet, 61 weniger als im Vormonat und 156 weniger als vor einem Jahr. In der Grundsicherung, die im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters im Landkreis St. Wendel liegt, waren mit 1.083 Arbeitslosen 35 mehr registriert als im August und 308 mehr als im September des Vorjahres. Dies entspricht einem Rückgang der Arbeitslosigkeit von 18,1 Prozent im Bereich der Arbeitslosenversicherung. Im Bereich der Grundsicherung gab es hingegen einen deutlichen Anstieg (plus 39,7 Prozent).
Hinweis: Im September ist der Bestand an Arbeitslosen in der Grundsicherung im Saarland gegenüber August gestiegen, während er im Normalfall sinkt. Dieser Sachverhalt hängt in nennenswertem Maß mit der Einbeziehung von ukrainischen Geflüchteten in die Betreuung durch die Jobcenter zusammen. Seit dem 01. Juni dieses Jahres werden aus der Ukraine geflüchtete Menschen nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz unterstützt, sondern erhalten Grundsicherung.
Für die Betroffenen bedeutet dies, dass die Jobcenter nun in aller Regel die erste Anlaufstelle sind, die „Hilfe aus einer Hand“ leisten. Diese Vorgänge sind im Saarland auch weiterhin von bedeutsamem Umfang und zeigen sich insbesondere in den Jobcentern im Regionalverband Saarbrücken und im Jobcenter Neunkirchen.
Stellenmarkt
Die Zahl der gemeldeten Stellenangebote lag bei 903. Der Stellenbestand lag 6,7 Prozent unter dem Vormonats- und 6,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Dass der Stellenbestand gegenüber dem Vormonat zurückgegangen ist, ist im Hinblick auf den sonst üblichen Verlauf eher ungewöhnlich. Üblicherweise sind zwischen den Monaten August und September leichte Zunahmen zu verzeichnen. Der Stellenzugang hat sich stark verringert. Im September wurden 116 Arbeitsplatzangebote neu gemeldet. Das waren 38,9 Prozent weniger als im August und 33,7 Prozent weniger als im September des Vorjahres. Die meisten neuen Stellenausschreibungen kamen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen und der Zeitarbeit. Ein hoher Bedarf an neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestand außerdem im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Öffentlichen Dienst, im Handel, im Gastgewerbe, im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Erziehung und Unterricht. Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen der Region insgesamt 1.475 Stellenangebote gemeldet. Das waren 0,6 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.




