Ostern: Die Liebe Gottes überwindet den Tod

„Der Tod ist sehr wahrscheinlich die beste Erfindung des Lebens“. Diesen Satz haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Er stammt aus der vielleicht bekanntesten Rede von Steve Jobs (1955-2011). Im Jahr 2005 war der Apple-Gründer an die Stanford University in Kalifornien gekommen, um dort eine sog. Commencement Speech zu halten. In einer solchen Ansprache gibt der Redner den Absolventen eines Uni-Jahrgangs für deren künftiges Leben aus eigener Erfahrung gewonnene Weisheiten als Ratschläge mit auf den Weg.

Der Satz wirkt auf den ersten Blick verstörend. Der Tod als „beste Erfindung“? Ist der Tod nicht etwas Schlimmes, etwas, das man gerne verdrängt? Doch Jobs wollte den Uni-Absolventen mitgeben, dass es hilfreich sein kann, sich die Endlichkeit des Lebens vor Augen zu führen. Jobs hatte durch diese Überlegung erkannt, was ihm im Leben wirklich wichtig ist, und er verlor die Angst davor, bestimmte Risiken einzugehen und wichtige Entscheidungen zu treffen.

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden

Die Erkenntnis, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit dabei helfen kann, sich darüber klar zu werden, was im Leben wichtig ist, ist nicht ganz neu. So empfangen viele Katholiken am Aschermittwoch, zu Beginn der auf Ostern zulaufenden Fastenzeit, das Aschekreuz mit den Worten: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“. Und in Psalm 90,12 heißt es beispielsweise: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

Doch was ist wichtig im Leben? Ein tolles Auto oder ein schönes Haus zu besitzen? Einen gut trainierten Körper zu haben? Eine große Karriere zu machen und viel Macht und großen Einfluss zu gewinnen?

Um aus der Tatsache, dass wir sterben müssen, die richtigen Lehren zu ziehen, muss man sich zunächst fragen, was es überhaupt bedeutet, sterben zu müssen. Was bedeutet der Tod? Ist mit dem Tod alles vorbei oder gibt es ein Leben nach dem Tod?

Die Liebe Gottes kann, was unsere Liebe vergeblich will

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, wollen wir ihn nicht gehen lassen. Wir erinnern uns an ihn, wir denken an ihn, wir tragen ihn im Herzen. Und so lebt ein geliebter Verstorbener „auch wirklich noch in uns fort – nicht er selbst, aber etwas von ihm.“

Christen glauben, dass die Liebe Gottes noch mehr kann. Dass sie das kann, was unsere Liebe vergeblich will: den geliebten Mitmenschen über seinen Tod hinaus am Leben zu halten: „Gott kann mehr festhalten – nicht nur Gedanken, Erinnerungen, Nachwirkungen, sondern einen jeden als ihn selbst.“

Aus christlicher Sicht ist der Tod daher nicht nur das Ende des irdischen Lebens, er ist auch das Tor zu einem neuen Leben bei Gott. Erst aus dieser Perspektive sehen wir, was wirklich wichtig und von Bedeutung ist.

Nichts währt für immer, sondern alles vergeht

Besitz, Macht, Gesundheit – all das ist vergänglich. Irdische Schätze wie Besitz und Macht anzuhäufen, kann daher nicht das eigentliche Ziel, sondern letztlich allenfalls Mittel zur Verfolgung eines höheren Ziels sein: Schätze im Himmel zu sammeln. Papst Benedikt XVI. sagte dem entsprechend mal: „Nichts währt für immer, sondern alles vergeht: die Jugend wie die Kräfte des Leibes, die Annehmlichkeiten des Lebens ebenso wie die Machtpositionen. Sein Leben von solchen vergänglichen Wirklichkeiten abhängig zu machen ist also Torheit. Der Mensch, der auf den Herrn vertraut, fürchtet dagegen die Widrigkeiten des Lebens nicht, nicht einmal die unausweichliche Wirklichkeit des Todes“. Denn die Botschaft von Ostern ist: Die Liebe Gottes überwindet den Tod.

 

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