Die Freiwillige Feuerwehr des Löschbezirks Braunshausen blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Bei der kürzlich abgehaltenen Jahreshauptversammlung präsentierte Löschbezirksführer Uwe Haubert die Statistiken des vergangenen Jahres. Mit 28 aktiven Mitgliedern in der Einsatzabteilung und sechs Jugendlichen in der Nachwuchsorganisation zeigt sich die Wehr personell gut aufgestellt. Die Einsatzkräfte rückten 2024 zu insgesamt 13 Einsätzen aus, was einen Rückgang von vier Einsätzen gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Neben der regulären Übungstätigkeit investierte die Mannschaft erhebliche Zeit in Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. Besonders hervorzuheben sind die jährliche Frühjahrsübung auf dem Werksgelände der Firma Diehl Defence in Mariahütte sowie eine Gemeinschaftsübung in einer Tagespflegeeinrichtung in Kastel im vergangenen Herbst. Die enge Kooperation mit der Werkfeuerwehr wurde von Christopher McNeill besonders gewürdigt. Er kündigte für das laufende Jahr eine gemeinsame Realbrandausbildung in Mariahütte an.
Die Jugendfeuerwehr zeigte sich unter der Leitung von Betreuer Adam Kusch außerordentlich aktiv. Neben 16 regulären Übungsterminen engagierten sich die Nachwuchskräfte bei zahlreichen Gemeinschaftsaktionen. Sie sammelten ausgediente Weihnachtsbäume ein, beteiligten sich am Picobello-Tag, schmückten den Maibaum und sicherten den Martinsumzug ab. Als besonderes Highlight erlebten die Jugendlichen einen Berufsfeuerwehrtag gemeinsam mit den Gruppen aus Primstal und Kastel. Zusammen mit der Jugendwehr aus Otzenhausen nahmen sie erfolgreich am Leistungsmarsch in Züsch teil. Eine Tagesfahrt ins Technikmuseum Dynamikum nach Pirmasens rundete das Jahresprogramm ab.
Die 2021 gegründete Vorbereitungsgruppe „Löschfüchse“ verzeichnet großen Zulauf. Unter der Leitung von Saskia Maring und Björn Schorr aus Kastel wechselten bereits 15 Kinder in die verschiedenen Jugendfeuerwehrgruppen. Aufgrund der hohen Nachfrage werden dringend zusätzliche Betreuer gesucht.
Ortsvorsteher Heinz-Peter Koop würdigte das vielfältige Engagement der Feuerwehr für die Dorfgemeinschaft. „Und dank eurer guten Nachwuchsarbeit werden Jugendliche frühzeitig mit dem Ehrenamt vertraut gemacht“, betonte er. Gemeindewehrführer Alexander Kuhn attestierte dem Löschbezirk eine starke Aufstellung und eine gesicherte Tagesverfügbarkeit.
Bürgermeister Dr. Franz Josef Barth, der in einigen Monaten seinen Ruhestand antritt, zeigte sich bewegt. „Es war mir eine große Ehre, dieser bestens aufgestellten Feuerwehr vorstehen zu dürfen“, erklärte er nach 15 Jahren vertrauensvoller Zusammenarbeit.
Zum Abschluss der Versammlung präsentierte die Wehr ihre beiden Neuanschaffungen. Ein Ford Transit mit neun Sitzplätzen und großzügiger Ladefläche verstärkt künftig als Mannschaftstransportfahrzeug den Fuhrpark. Zudem erhielt Gemeindewehrführer Alexander Kuhn einen neuen VW Tiguan als Kommandowagen, der das bisherige Dienstfahrzeug ersetzt. Beide Fahrzeuge wurden den Versammlungsteilnehmern im Anschluss an die Sitzung vorgestellt.



