Das saarländische Ministerium für Inneres, Bauen und Sport hat die aktuellen Zahlen zur Flüchtlingssituation für Januar 2026 vorgelegt. Demnach kamen im vergangenen Monat insgesamt 219 Flüchtlinge ins Saarland – davon 101 Asylbewerber und 118 Geflüchtete aus der Ukraine.
In der Landesaufnahmestelle Lebach lebten zum Stichtag 31. Januar 718 Menschen. Die Einrichtung verfügt über erweiterte Kapazitäten, um die Unterbringung zu gewährleisten.
Von den neu angekommenen Personen wurden 134 Asylbewerber und 117 ukrainische Flüchtlinge auf die saarländischen Kommunen verteilt. Die Zahl der Asylantragstellungen lag bei 129. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschied über 204 Asylanträge – 33 davon positiv durch Anerkennung als Flüchtling, Gewährung subsidiären Schutzes oder Abschiebungsschutz. 106 Anträge wurden abgelehnt. Die Differenz zwischen der Gesamtzahl der Entscheidungen und der Summe aus positiven und negativen Bescheiden erklärt sich durch sonstige Verfahrenserledigungen.
Syrien war im Januar erneut das Hauptherkunftsland der Asylsuchenden im Saarland. Bei den Rückführungen verzeichnete das Ministerium sechs Abschiebungen. Gleichzeitig verließen 35 Personen das Saarland freiwillig – 24 davon mit Unterstützung durch die Förderprogramme REAG/GARP, elf weitere reisten ohne diese Förderung aus.
Das Ministerium weist darauf hin, dass sich die monatlichen Statistiken aufgrund nachträglicher Veränderungen nicht direkt mit den Vormonatszahlen abgleichen lassen. Die Daten werden jeweils zur Monatsmitte für den Vormonat veröffentlicht.



