Die evangelische Stadtkirche in St. Wendel war am 4. Januar nahezu vollständig besetzt, als der ökumenische Taizé-Projektchor ein weihnachtliches Abendlob präsentierte. Mehr als 50 Sängerinnen und Sänger gestalteten gemeinsam mit Pastor Erwin Recktenwald und dem Pianisten Theo Schwarz unter der Leitung von Hermann Lissmann einen stimmungsvollen Abend unter dem Motto „Freuet Euch, allezeit!“. Der Kirchenraum war mit warmem Kerzenlicht, einem orangefarbenen Tuch und dem charakteristischen Taizé-Kreuz geschmückt, wodurch eine Verbindung zur französischen Gemeinschaft im Burgund hergestellt wurde.
Pastor Recktenwald leitete den ersten Teil der Veranstaltung als Wortgottesdienst. Der Chor begleitete die Liturgie hauptsächlich mit Gesängen aus dem Repertoire der Taizé-Brüder. Hermann Lissmann motivierte die Anwesenden wiederholt, in die eingängigen Refrains einzustimmen. Die vorgetragenen Texte, Gebete und Fürbitten regten zur Besinnung über die weihnachtliche Zeit und aktuelle Ereignisse an. Nach dem Schlusssegen folgte ein konzertanter zweiter Teil. Eine vierstimmige Männerschola des Chores präsentierte zunächst drei Weihnachtslieder, darunter das bekannte „Maria durch ein Dornwald ging“ sowie die weniger geläufigen Stücke „Lasst und zum Kindlein eilen“ und „Halleluja, lasst uns singen“.
Der Gesamtchor schloss mit drei weiteren Liedern an. Bei „Wisst ihr, wie das Kindlein heißt“ trat Hermann Lissmann als Vorsänger in Erscheinung. Das Programm endete mit dem titelgebenden Lied „Freuet Euch, allezeit, freuet Euch im Herrn!“, das die Freude über die Geburt Christi musikalisch unterstrich. Nach langem Applaus informierte Lissmann über das 20-jährige Jubiläum des Chores im Jahr 2025 und kündigte weitere Veranstaltungen an. Die Türkollekte des Abends war für das Projekt „Paten mit Herz“ des Marienkrankenhauses St. Wendel bestimmt. Projektkoordinatorin Monika Krächan stellte die Arbeit der 50 ehrenamtlichen Helfer vor, die unter dem Motto „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ ältere und hilfsbedürftige Menschen unterstützen. Als Zugabe erklang das „Halleluja aus Taizé“, bei dem Chor und Publikum gemeinsam sangen. Beim anschließenden Beisammensein im Gemeindesaal konnte Hermann Lissmann der sichtlich bewegten Monika Krächan einen Spendenbetrag von 953 Euro überreichen. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten und betonte, dass mit dieser Summe viel für ältere Menschen bewegt werden könne, die Unterstützung in ihrem Zuhause oder nach einem Krankenhausaufenthalt benötigen.



