Insgesamt kann man sagen, dass die Altersarmut in Deutschland für bestimmte Bevölkerungsgruppen durchaus real ist, während andere Gruppen, die besser vorgesorgt haben, weniger gefährdet sind.
Die gesetzliche Rente, die auf den eingezahlten Beiträgen basiert, ist in vielen Fällen nicht ausreichend, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Dies gilt besonders für Menschen mit niedrigen Einkommen, für Frauen, die häufiger in Teilzeit oder mit Unterbrechungen arbeiten, sowie für Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Ebenso betroffen sind Menschen, die im Arbeitsleben wenig verdienen oder in prekären Minijobs beschäftigt sind.
Um den Lebensstandard zu sichern, müssen oftmals Grundsicherung und Wohngeld beantragt werden.
Frauen besonders betroffen
Frauen sind im Durchschnitt stärker von Altersarmut betroffen. Das beruht auf Erziehungszeiten, Teilzeitarbeit oder Lohnungleichheit.
Das deutsche Rentensystem basiert auf dem Umlageverfahren, bei dem die Beiträge der aktuell Erwerbstätigen zur Finanzierung der Renten genutzt werden. Da die Bevölkerung immer älter wird und es weniger Beitragszahler gibt, wird es in Deutschland zu geringeren Rentenzahlungen und zu einer stärkeren Belastung der Staatskassen führen.
Laut einer Statistik lag die Armutsgefährdung in Deutschland bei ca. 20 %. Nach aktuellen Zahlen liegt die Armutsgrenze für eine alleinlebende Person bei einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 1.350 Euro. Besonders beunruhigend ist, dass diese Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen wird.
Forderungen der CDU-Senioren
Eine klare Forderung der CDU-Senioren ist, dass die nachgeregelte Besteuerung der Rente entfällt.
Wir begrüßen auch die Aktivrente: Rentnerinnen und Rentner, die freiwillig weiterarbeiten wollen, sollten bis zu 2.000,00 Euro steuerfrei hinzuverdienen dürfen, ohne dass diese Zuverdienste auf die Rente angerechnet oder besteuert werden.
Vorsorge für junge Menschen
Welche Maßnahmen sollten junge Menschen ergreifen, um im Alter nicht von Altersarmut betroffen zu werden?
Grundsätzlich muss die private Altersvorsorge vom Gesetzgeber gefördert werden, um im Alter den Lebensstandard halten zu können.
Ganz wichtig und von besonderer Bedeutung ist die berufliche Weiterbildung, weil sie die berufliche Karriere positiv beeinflusst. Weiterbildung heißt zum Beispiel, vom Gesellen zum Meister aufzusteigen oder in anderen Berufen leitende Positionen zu übernehmen.
Man sollte sich auch mit einem Berater, Makler oder einer Bank zusammensetzen, um eventuell in Aktien oder Fonds zu investieren. Schulden auf Konsumgüter sollten vermieden werden. Wenn möglich, sollte man in Immobilien investieren und diese – je nach Zinssatz – zeitnah abbezahlen. Eine schuldenfreie Wohnung oder ein Haus bietet im Alter viele Vorteile.
Das Angebot zur Erreichung der Existenzsicherung ist vielfältig und sollte besonders von jungen Menschen genutzt werden.
Es gibt noch mehrere Möglichkeiten zur zusätzlichen Absicherung, zum Beispiel betriebliche Altersvorsorge und vieles mehr, die ich hier jedoch nicht alle aufzählen kann.
All diese Empfehlungen sollten jungen Menschen bewusst gemacht werden, um so der Altersarmut zu entgehen.
Manfred Johann
Tischler und Meister



