Neuer Kriminalroman erscheint: Kommissar Schwaner ermittelt zwischen virtueller und realer Welt

Der Frankfurter Schriftsteller Jakob Stein veröffentlicht mit „11011 … Mord?“ den achten Teil seiner erfolgreichen Krimireihe um Hauptkommissar Martin Schwaner. Der 332 Seiten umfassende Roman erscheint im B3-Verlag zum Preis von 18 Euro.

Die Geschichte spielt im August 2025 in Frankfurt am Main und führt den pensionierten Kriminalkommissar Schwaner, der mittlerweile als Dozent an der Polizeihochschule Hessen tätig ist, zurück in den aktiven Ermittlungsdienst. Ein international agierender Handelskonzern namens Kosmos mit Hauptsitz im Saarland wurde Opfer eines Cyberangriffs. Eine Schadsoftware manipuliert die Systeme des Unternehmens derart, dass virtuelle Kassen fingierte Umsätze generieren und Gelder auf nicht existierende Konten transferieren.

Die IT-Bereichsleiterin des Konzerns, eine Jugendfreundin Schwaners, bittet den Kommissar um diskrete Unterstützung bei der Aufklärung. Das Unternehmen möchte den Vorfall geheim halten, um Imageschäden zu vermeiden. Bei seinen Ermittlungen wendet Schwaner sein selbst entwickeltes Konzept der Mathematischen Kriminalistik an, das er speziell auf Zahlen und Mengen erweitert hat. Unterstützung erhält er dabei von einer fiktiven Schulklasse, die ihn durch die Handlung begleitet.

Die Rückkehr in seine saarländische Heimat entwickelt sich für Schwaner zu einer regelrechten Odyssee, die Parallelen zu Homers Epos aufweist. Vor Ort wird ihm der Chauffeur des Firmeneigentümers als Assistent zugeteilt – eine Entscheidung, die sich als glückliche Fügung erweist.

Der Konzern Kosmos nutzt modernste KI-Technologien zur Entwicklung zukunftsweisender Verkaufskonzepte, deren Markteinführung kurz bevorsteht. Genau diese fortschrittlichen Systeme bieten jedoch Angriffspunkte für die Cyberkriminellen. Sämtliche Versuche der IT-Abteilung, die Schadsoftware zu eliminieren oder zu isolieren, schlagen fehl.

Schwaner erkennt rasch, dass er es mit einem außergewöhnlichen Täter zu tun hat. Die Ermittlungen werfen die fundamentale Frage auf, ob der Gesuchte überhaupt als reale Person existiert. Parallel dazu sieht sich der Kommissar bei seiner Heimkehr mit lange verdrängten Erinnerungen konfrontiert. Viele seiner biografischen Gewissheiten erweisen sich nachträglich als Trugbilder, wodurch vermeintlich gesicherte Ereignisse seiner Vergangenheit in Frage gestellt werden.

Der Roman bricht mit traditionellen Krimi-Konventionen: Die zentrale Straftat geschieht erst am Ende der Geschichte, einige Verdächtige existieren nur virtuell, andere sind bereits verstorben. Ein promovierter Philosoph fungiert zeitweise als Schwaners Assistent.

Stein beginnt sein Buch mit einer provokanten These: „Ich mag keine Kriminalromane oder Krimis. Meine Frau verschlingt solche Bücher … Nach zwei Tagen hat sie alles, wirklich alles, jede Figur, jede Handlung darin völlig vergessen … Es ist sowieso immer der gleiche Plot … Ich bin fest davon überzeugt, dass solche Bücher bald von einer KI geschrieben werden …“ Im Verlauf der Handlung widerlegt der Autor diese Befürchtung und demonstriert die Grenzen künstlicher Intelligenz im kreativen Bereich.

Der gebürtige Homburger Jakob Stein lebt seit über drei Jahrzehnten in Frankfurt am Main. Er arbeitet als Autor, Herausgeber, Verleger und Stadtführer. Neben der Schwaner-Reihe verfasste er biografische Romane über Henry Jaeger und den saarländischen Künstler Willi Spiess. 2021 veröffentlichte er mit „Lilienthal oder die Entzauberung des Himmels“ eine Hommage an Arno Schmidt.

Die Buchpremieren finden am 9. Oktober 2025 um 19 Uhr im Motel One am Schillerplatz 4 in Saarbrücken sowie am 17. Oktober 2025 um 18.30 Uhr in der Galerie Heussenstamm in der Braubachstraße 34 in Frankfurt statt. Weitere Informationen und Termine sind auf der Website www.jakob-stein.de verfügbar.

„11011 … Mord?“ thematisiert die Grenzziehung zwischen realer und virtueller Welt und stellt ethische Grundfragen einer zunehmend digitalisierten Zukunft. Der vielschichtige Roman ist unter der ISBN 978-3-943758-82-5 erhältlich.

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