Die Freisener THW-Kräfte haben am letzten Juniwochenende ein besonderes Ereignis gefeiert: Gleich drei bedeutende Jahrestage fielen zusammen. Das Technische Hilfswerk als Bundesanstalt besteht seit 75 Jahren, der örtliche Verband wurde vor 60 Jahren gegründet und die Jugendgruppe kann auf 50 Jahre zurückblicken. Landrat Udo Recktenwald fungierte als Schirmherr der zweitägigen Festivitäten.
Den Auftakt bildete am Samstagabend eine Feier auf dem THW-Gelände in der Birgelstraße. Bei warmen Temperaturen versammelten sich zahlreiche Besucher, um gemeinsam zu feiern. Ein DJ sorgte zunächst für die musikalische Einstimmung, bevor die Coverband „al dente“ mit internationalen Rock- und Popklassikern für ausgelassene Stimmung sorgte. Am Grillstand erfreuten sich besonders die eigens zubereiteten THW-Steaks großer Beliebtheit.
Der Sonntag begann mit einem besonderen Höhepunkt: Pfarrer Peter Schwan eröffnete die Festveranstaltung mit einem Feldgottesdienst. In seiner Predigt unterstrich er die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders und bezeichnete die Freisener THW-Familie als vorbildliches Beispiel für Gemeinschaft. Als Abschluss des Gottesdienstes segnete Schwan den brandneuen Mehrzweckgerätewagen ein, den die örtliche Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung erst wenige Wochen zuvor erhalten hatte.
Musikalisch wurde das Programm vom Bundesmusikzug des Technischen Hilfswerks begleitet, der das Frühschoppen einläutete und bis zum Mittag verschiedene Musikstücke zum Besten gab. Parallel dazu wurden den Gästen Speisen aus der THW-Feldküche serviert.
Nach dem musikalischen Auftakt begrüßte der THW-Ortsbeauftragte Günter Schmitt die Anwesenden und zeichnete die wichtigsten Entwicklungsstationen des Ortsverbandes und seiner bundesweit erfolgreichen Jugendgruppe nach. Besonders würdigte er die Anwesenheit der beiden Gründungsmitglieder Albert Schumacher und Friedhelm Kirsch, die über viele Jahrzehnte maßgeblich zur Entwicklung des Standortes beigetragen hatten.
Als Schirmherr der Veranstaltung folgte Landrat Udo Recktenwald mit seiner Ansprache. Er erläuterte ausführlich die zentrale Rolle des Technischen Hilfswerks im Katastrophenschutz des Landkreises. Die THW-Jugend lobte er für ihre hervorragende und zuverlässige Nachwuchsarbeit, die gegenwärtig rund 50 Kinder und Jugendliche zu gesellschaftlichem Engagement motiviert.
Freisens erster Beigeordneter Thorsten Schmidt und Ortsvorsteher Matthias Bottelberger würdigten den Beitrag der THW-Kräfte für das Dorfleben und überreichten jeweils eine Geldspende für die Jugendarbeit. Gerd Becker, Vorsitzender der THW-Helfervereinigung Freisen e.V., ergänzte die Ausführungen von Günter Schmitt um die Perspektive seines Fördervereins.
Jochen Becker, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Freisen, überbrachte mit einer gläsernen Trophäe die Glückwünsche seiner Wehr zum Jubiläum und dankte für die seit Jahrzehnten bestehende gute Zusammenarbeit.
Im Anschluss an die Grußworte sorgte Zauberer Jakob Mathias für Unterhaltung. Er mischte sich unter das Publikum und begeisterte Jung und Alt mit verschiedenen Zaubertricks und Kunststücken.
Für die jüngeren Besucher warteten weitere Attraktionen: Die THW-Jugendgruppe aus Illingen hatte eine Hüpfburg im THW-Design und eine etwa acht Meter hohe mobile Kletterwand mitgebracht, an deren Spitze eine Glocke zum Läuten gebracht werden musste. Zusätzlich standen verschiedene THW-Spielfahrzeuge, ein XXL-Vier-Gewinnt-Spiel und eine Fahrzeugvorstellung bereit.
Die etwa 80 ehrenamtlichen THW-Einsatzkräfte in Freisen und ihre 50 Nachwuchshelfer erhielten bei der Durchführung des Festes Unterstützung von zahlreichen örtlichen Vereinen. Die Freiwillige Feuerwehr, der Fußball- und Modellbauclub sowie der Mineralienverein halfen an den Getränke- und Verpflegungsständen mit.



