Jugendlicher nach Randale im St. Wendeler Freibad im Fokus der Ermittlungen

St. Wendel. Nach der Auseinandersetzung mit einer größeren Gruppe Jugendlicher im Freibad St. Wendel, über die wir bereits berichteten, verdichten sich nun die Hinweise auf einen schwerwiegenden Hintergrund: Wie die Saarbrücker Zeitung unter Berufung auf die Polizei mitteilt, wird aktuell gegen einen minderjährigen Tatverdächtigen ermittelt. Dabei geht es nicht nur um die Randale selbst, sondern um ein mögliches Sittlichkeitsdelikt, das offenbar Auslöser der lautstarken Auseinandersetzung war.

Laut einem Sprecher der Polizeiinspektion St. Wendel habe sich der Verdacht im Laufe der Ermittlungen konkretisiert. Im Fokus der Beamten steht demnach ein Jugendlicher, dem derzeit mehrere Vorwürfe gemacht werden. Unter anderem bestehe der Verdacht, dass es im Freibad zu einem sexuellen Übergriff gekommen sei – möglicherweise an einer ebenfalls minderjährigen Person.

Aus Gründen des Opferschutzes macht die Polizei keine weiteren Angaben zu den Beteiligten. Auch zum genauen Tatvorwurf schweigt sich die Behörde derzeit aus. Klar ist jedoch: Unter dem Begriff des „Sittlichkeitsdelikts“ fasst das Strafgesetzbuch verschiedene Sexualstraftaten, darunter unter anderem „sexueller Missbrauch von Kindern“, „sexuelle Nötigung“ oder „Verführung Minderjähriger“.

Neun Zeugen befragt – Tatverdacht gegen einen Jugendlichen

Die Polizei hat nach eigenen Angaben neun weitere Jugendliche identifiziert und befragt, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Freibad aufgehalten haben sollen. Diese gelten bislang nicht als Beschuldigte, sondern werden als Zeugen geführt.

Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck daran, die genauen Abläufe des Vorfalls zu rekonstruieren.

Krawall mit rund 20 Beteiligten

Die ursprüngliche Auseinandersetzung hatte sich laut Augenzeugenangaben bereits vor zwei Wochen im Freibad St. Wendel abgespielt. Dabei kam es zu einem lauten Streit mit bis zu 20 Beteiligten. In der Folge musste die Polizei einschreiten. Über die genauen Hintergründe war zunächst wenig bekannt.

Die aktuellen Entwicklungen deuten nun darauf hin, dass der Streit nicht zufällig oder aus rein verbalen Provokationen heraus entstand – sondern einen deutlich schwerwiegenderen Hintergrund hatte.

wndn.de bleibt an dem Fall dran und wird berichten, sobald neue offizielle Informationen vorliegen.

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